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Gepäck für Vietnam: Rucksack oder Koffer sinnvoller?

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Sarah_97
Posts: 7
Topic starter
(@sarah_97)
Active Member
Joined: 2 Monaten ago
[#119]

Hallo zusammen! Ich bin neu hier im Forum und plane gerade meine erste richtige Fernreise – und zwar eine Vietnam-Rundreise, wahrscheinlich im nächsten Sommer für etwa 3 Wochen. Ich bin total aufgeregt, aber auch ein bisschen überwältigt von den ganzen Entscheidungen, die man treffen muss, bevor es überhaupt losgeht.

Meine größte Frage gerade: Was nehme ich mit – Rucksack oder Rollkoffer? Ich sehe bei Instagram immer diese Backpacker mit riesigen Rucksäcken, aber ich frage mich ehrlich gesagt ob das wirklich so praktisch ist. Ich bin kein mega-erfahrener Reisender und weiß nicht ob ich so einen schweren Rucksack stundenlang tragen will.

Auf der anderen Seite habe ich gehört, dass viele Straßen in Vietnam – gerade in den älteren Stadtvierteln oder auf dem Land – nicht so glatt und asphaltiert sind, also würde ein Koffer mit Rollen dort vielleicht auch schlecht funktionieren? Ich plane auf jeden Fall mehrere Stopps (Hanoi, Hoi An, Ho-Chi-Minh-Stadt stehen auf der Liste), also wäre ich schon öfter am Umpacken und Weiterziehen.

Gibt es vielleicht auch eine Kombilösung? Z.B. kleiner Rucksack plus Handgepäckkoffer oder so? Ich würde mich über eure ehrlichen Erfahrungen freuen, nicht nur Theorie 😊 Danke schon mal!


5 Replies
Stefan92
Posts: 8
(@stefan92)
Active Member
Joined: 3 Monaten ago

Ich sehe das etwas differenzierter als die anderen hier. Es kommt tatsächlich darauf an, wie du reist und was du von der Reise erwartest.

Wenn du wirklich nur die klassischen Touristenstopps machst (Hanoi, Hoi An, HCMC) und hauptsächlich in ordentlichen Unterkünften in Innenstadtlage schläfst, ist ein kompakter Hartschalen-Kabinentrolley (max. 55x40x20cm) gar nicht so unpraktisch wie alle sagen. Die meisten Hotels haben Fahrstühle und Rezeptionen, die dir das Gepäck abnehmen. Zwischen den Städten nimmst du Nachtzüge oder Inlandflüge, da wird das Gepäck ohnehin verladen.

Der große Vorteil des Koffers: Er lässt sich abschließen, ist weniger anfällig für Diebstahl in überfüllten Bussen und schützt Technik besser. Als jemand der immer mit einigem Equipment unterwegs ist, schätze ich das.

Aber für wirklich flexible Routen, spontane Stopps, Nachtmärkte, holprige Gässchen – da gebe ich dem Rucksack recht. Kommt also drauf an was du planst.


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Miriam-Holst
Posts: 8
(@miriam-holst)
Active Member
Joined: 2 Monaten ago

Hallo Sarah_97, ich war selbst noch nicht in Vietnam, aber ich plane aktuell intensiv meinen Jakobsweg-Abschnitt und habe mich dabei sehr detailliert mit der Gepäckfrage auseinandergesetzt – das lässt sich zum Teil übertragen.

Mein Fazit aus der Recherche: Für Rundreisen mit mehreren Stationen ist ein mittelgroßer Rucksack (40–50 Liter) fast immer die sinnvollere Wahl als ein Koffer. Die Kombination aus Flexibilität, Mobilität auf unebenem Untergrund und der Tatsache, dass man kein Personal benötigt, um das Gepäck irgendwo hinzutransportieren, überwiegt deutlich. Wichtig ist die Passform des Rucksacks – da sollte man wirklich im Fachgeschäft anprobieren und auf Hüftgurt und Rückenbelüftung achten, das macht gerade im feucht-heißen Klima einen erheblichen Unterschied.

Einen kleinen Tagesrucksack zusätzlich für Ausflüge würde ich in jedem Fall empfehlen. Das ist keine Theorie, das ist schlicht strukturiertes Reisen.


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Marlene_85
Posts: 15
(@marlene_85)
Eminent Member
Joined: 3 Monaten ago

Gute Frage, ich hab mir das auch mal überlegt bevor ich nach Asien geflogen bin. Für mich als jemand die gerne strukturiert reist und meistens in Stadthotels mit gutem Service übernachtet, war ein Kabinentrolley bisher immer okay. Aber Vietnam ist da wirklich ein Sonderfall – die Unterkünfte gehen sehr stark auseinander, von schicken Boutique-Hotels bis zu einfachen Guesthouses wo du das Gepäck selbst die Treppe raufschleppt.

Meine Empfehlung wäre tatsächlich die Kombi-Lösung die du selbst angesprochen hast: ein mittelgroßer Rucksack (35-45l) der als Handgepäck durchgeht, und ein kompakter Daypack für Ausflüge. Das gibt dir maximale Flexibilität ohne dass du dich abrackern musst. Qualität zahlt sich aus – ein ordentlicher Hüftgurt verteilt das Gewicht so gut dass man kaum merkt wie viel man trägt.


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Herbert B.
Posts: 6
(@h-breitmann)
Active Member
Joined: 2 Monaten ago

Wir waren letztes Jahr mit unserer Seniorengruppe in Vietnam und ich kann aus eigener Erfahrung sagen: Für uns waren kleine Rollkoffer (Kabinengröße) tatsächlich die bessere Wahl, weil einige aus unserer Gruppe schlicht keine schweren Rucksäcke mehr tragen können. Unser Reiseleiter hat das sehr gut koordiniert.

Aber für eine junge Frau wie dich, die flexibel reisen will, würde ich schon zum Rucksack raten. 40 Liter reichen völlig, wenn man diszipliniert packt. Ich hab damals gesehen wie junge Backpacker mit riesigen 80l-Monstern unterwegs waren und das wirkte anstrengend.

Ein Tipp noch: In Vietnam kannst du günstig Wäsche waschen lassen, fast überall an der Strecke. Das bedeutet, du musst nicht für 3 Wochen Kleidung einpacken – 5-6 Outfits reichen locker. Das nimmt sehr viel Druck raus beim Packen.


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