Hallo zusammen,
ichmal eine Frage, die mir schon eine Weile im Kopf herumschwirrt. Wir planen für kommendes Jahr einen längeren Roadtrip durch Australien – also nicht nur die touristischen Highlights, sondern auch etwas abseits, Campingplätze, Nationalparks, vielleicht mal ein paar Nächte wirklich in der Wildnis.
Nun liest man ja überall, dass Australien die giftigsten Tiere der Welt beherbergt. Schlangen, Spinnen, Quallen, was auch immer. Ich bin kein Angstmensch, aber ich möchte das auch nicht leichtfertig abtun. Konkret beschäftigt mich vor allem: Wie realistisch ist die Gefahr wirklich beim normalen Camping? Ich meine nicht, dass ich unbedingt in Buschland ohne jede Infrastruktur übernachten will, aber auch nicht nur betonierte Stellplätze mit Duschkabine.
Was macht ihr konkret, um nachts sicher zu schlafen? Zelt aufbauen wie üblich, oder lieber Dachzelt? Schuhe immer ausschütteln hab ich schon gehört – aber gibt es noch andere Sachen, die man unbedingt wissen sollte? Und wie ist das mit Krokodilen im Norden, kann man das wirklich selbst einschätzen, wo man zelten darf und wo nicht?
Für den konkreten Zeitraum schauen wir gerade noch, Juni/Juli 2027 wäre die Überlegung – australischer Winter also, was ja angeblich angenehmer sein soll.
Bin für jeden Erfahrungsbericht dankbar!
S. Hofmann
Die Gefahr wird medial deutlich übertrieben, das kann ich nach mehreren Australien-Aufenthalten sagen. Die allermeisten Schlangen und Spinnen gehen dir aus dem Weg, wenn du ihnen die Möglichkeit gibst. Das Schuhe-Ausschütteln ist tatsächlich das Wichtigste – gilt auch für Hosen und Jacken, die nachts draußen lagen. Zelt immer komplett geschlossen halten, auch tagsüber, wenn du kurz weg bist.
Beim Dachzelt: Hat gewisse Vorteile psychologisch, aber gegen Schlangen schützt dich ein normales Bodenzelt genauso gut, wenn es dicht ist. Die klettern selten aktiv rein.
Die Krokodil-Frage ist ernster. Im Norden – Northern Territory, Queensland Küstenbereich – gibt es Schilder an wirklich gefährlichen Stellen, und die muss man ernst nehmen. Nicht im Dunkeln in der Nähe von Gewässern rumlaufen, kein Abwaschen direkt am Ufer. Das ist keine Panikmache, das ist einfach Grundregel dort.
Juni/Juli ist übrigens tatsächlich eine gute Wahl, im Norden die einzige vernünftige Reisezeit wegen der Hitze und dem Monsun. Ich war selbst mal zu der Zeit im Kakadu und es war wunderbar – hab aber früher noch kurz über Drohnen-Regelungen in Schutzgebieten nachgedacht, das Thema kenn ich auch aus dem österreichischen Kontext: Drohnen in Österreichs Naturschutzgebieten – was ist erlaubt? – in Australien gelten da nochmal ganz andere Regeln, falls ihr das vorhabt.