Ich plane gerade eine Solo-Wandertour entlang der bretonischen Küste für Ende August und stoße überall auf die gleichen verklärten Instagram-Fotos. Bevor ich buche, möchte ich aber ehrlich wissen: Wie voll ist es WIRKLICH gerade jetzt? Und stimmt das mit den günstigen Unterkunftspreisen, die überall gepriesen werden?
Meine bisherige Recherche deutet darauf hin, dass die meisten Blogs die Hochsaison-Realität beschönigen. Ich interessiere mich speziell für die Strecken zwischen Douarnenez und Concarneau – angeblich sollen die weniger touristisch sein als der GR34 rund um Quiberon. Kann das stimmen oder ist das Wunschdenken?
Auch praktisch: Lohnt sich die Anreise mit der Bahn vom Norden (Brest) oder sollte ich ne günstigere Fähroption vom UK aus recherchieren? Und brauche ich für die einzelnen Etappen Reservierungen oder kann man da spontan laufen?
Wäre dankbar für realistische Erfahrungen, nicht Marketingversprechen.
Ich hab das letzten Sommer ähnlich versucht wie du jetzt – und ja, die Realität ist ernüchternd. Der GR34 ist im August völlig überlaufen, besonders die bekannten Spots. Deine Idee mit Douarnenez-Concarneau ist nicht verkehrt, aber auch dort kriegst du August-Menschenmengen ab 10 Uhr morgens.
Die günstigen Unterkunftspreise? Habe ich nirgendwo gefunden. Eher 15-20% teurer als Mai/Juni. Für Reservierungen: Die meisten Gites nehmen August sehr ernst, du brauchst da mindestens 2-3 Wochen voraus zu buchen. Bahnanbindung: Brest ja, aber die letzten Kilometer zu deinen Startpunkten sind dann wieder Auto oder Taxi – versteckte Kosten.
Mit UK-Fähren lohnt sich das für eine Bretagne-Wandertour eher nicht, die Anreisezeit frisst dir zu viel Zeit auf. Nach wie vor: Frühjahr oder September sind deutlich realistischer für echte Wandertouren dort.