Hallo zusammen, ich plane gerade eine Gruppenreise mit 12 Personen nach Tirol für Juli und stoße auf ein klassisches Organisationsproblem: Die Schwierigkeitsangaben bei den Wanderrouten sind offenbar nicht standardisiert. Auf einem Portal ist eine Tour "mittel", auf einem anderen "mittelschwer" – und vor Ort dann völlig anders.
Bei meinen bisherigen Gruppenreisen ins Ausland (wo ich ja viel mit Visa-Anforderungen und Einreisebestimmungen jongliere) bin ich gewohnt, dass offizielle Angaben relativ verlässlich sind. Aber bei österreichischen Bergtouren scheint das nicht zu gelten.
Meine Gruppe hat gemischte Fitness-Level: Ein paar trainierte Wanderer, zwei ältere Teilnehmer mit normaler Kondition, der Rest dazwischen. Ich möchte nicht, dass die Hälfte nach 2 Stunden umkehren muss oder umgekehrt, dass es zu langweilig wird.
Wie macht ihr das bei größeren Gruppen? Worauf schaut ihr konkret bei den Tourbeschreibungen, um nicht in die Falle zu tappen? Gibt es da Unterschiede zwischen den verschiedenen Tiroler Regionen?
Schöne Frage! Bei meinen nachhaltigen Reisen versuche ich auch immer, die Gruppen klein zu halten, um die Wege nicht zu überbasten – aber dein Punkt mit den Schwierigkeitsgraden ist super wichtig. Mein Vorschlag: Die Naturfreunde Österreich haben teilweise solidere Klassifizierungen als kommerzielle Plattformen. Außerdem könntet ihr vorher per Video-Call ein kurzes Fitness-Gespräch machen und dann gezielt gruppieren – vielleicht zwei leichte Touren parallel statt alle zusammen zu zwingen?
Hallo Thomas! Das ist eine gute Frage – bei Ferienwohnungen achte ich auch sehr auf authentische Bewertungen statt auf das, was die Anbieter schreiben. Vielleicht könntest du die Touren vorher selbst mal testen gehen (wenn zeitlich machbar)? Dann weißt du 100% sicher, ob sie für deine Gruppe passen. Für 12 Personen mit gemischtem Level würde ich eher zwei etwas leichtere Routen an zwei Tagen einplanen als eine zu schwere – so können alle teilnehmen.