Mich nervt diese ständige Verniedlichung von Nebenkosten in deutschen Urlaubsorten. Gerade in der Alpenregion – ich kenne die Gegend seit 20 Jahren – werden Kurtaxen oft einfach unterschlagen, wenn Reiseblogs ihre vermeintlich "realistischen" Budgetkalkulationen machen.
Ich plane gerade einen vierwöchigen Juli-Trip ins Berchtesgaden-Gebiet, hauptsächlich Wandern und Klettern. Die meisten Online-Ratgeber rechnen einfach hin: Hotel X € + Verpflegung Y €, fertig. Dass aber fast jeder Ort in Bayern und Tirol Kurtaxen pro Person und Nacht erhebt, wird dann einfach weggelassen oder mit "minimal" abgetan.
Hat jemand von euch konkrete Erfahrungen, wie viel Kurtaxe man dort wirklich zahlt? Unterscheidet sich das je nach Jahreszeit? Und vor allem: Bekommt man da wirklich Leistungen für sein Geld – oder ist es pure Abzocke? Ich bin pragmatisch, aber ich will wissen, was ich bezahle und warum, nicht irgendwelche versteckten Gebühren.
Zu deinem Point mit den Reiseblogs: Völlig richtig. Ich vergleiche das mit unseren Pauschalbus-Erfahrungen – die teuren Hidden Costs werden einfach ignoriert. Bei Busreisen ist es Servicegebühren, hier Kurtaxen. Meine ehrliche Antwort: In den Top-Orten (Berchtesgaden, Mittenwald, Garmisch) rechnet sich die Gästekarte für Bergbahn-Rabatte; in kleineren Dörfern eher fragwürdig.
Bei uns im Berchtesgaden-Urlaub (4 Personen, 10 Tage) war die Kurtaxe unerwartet hoch – über 80 € insgesamt, aber wir bekamen dafür eine "Gästekarte" mit kostenlosen Bahn- und Seilbahnfahrten. Für Familien mit Kindern lohnt sich das wirklich, wenn ihr viel im Ort nutzt. Wenn ihr nur wandert und schlaft, spart ihr da eher, indem ihr auf Pensionen in kleineren Dörfern ausweicht.