Hallo zusammen,
wir planen für Ende Mai ein verlängertes Wochenende in Frankreich (3-4 Tage) und haben pro Person 200 Euro Budget inklusive Anreise, Unterkunft und Verpflegung. Klingt knapp, ich weiß.
Vor ein paar Jahren haben wir mal so einen "Geheimtipp"-Artikel über "Frankreich für kleines Geld" gelesen und sind damit ziemlich auf die Nase gefallen. Die vermeintlich günstigen Städte entpuppten sich als genauso teuer wie der Rest, nur mit weniger zu sehen.
Deshalb frage ich hier mal nach euren ehrlichen Erfahrungen: Welche französische Stadt ist mit so einem Budget wirklich machbar, ohne dass man am Ende nur Supermarkt-Sandwiches isst und in einem Hostel-Mehrbettzimmer übernachtet? Wir fahren aus dem Ruhrgebiet an, also wären Städte im Norden/Nordosten vermutlich günstiger zu erreichen.
Ist so ein Budget überhaupt realistisch für ein anständiges Wochenende, oder sollten wir lieber noch ein paar Monate sparen? Keine Lust auf böse Überraschungen vor Ort.
Danke für eure Einschätzungen!
Thomas
Hallo Thomas,
ehrlich gesagt - 200€ für 3-4 Tage inkl. Anreise wird sportlich, auch wenn ich sowohl Budget- als auch Luxusreisen kenne. Aus dem Ruhrgebiet würde ich euch Reims empfehlen. Bin dort schon mehrmals geschäftlich gewesen und auch privat hingefahren.
Mit dem Auto seid ihr in 4-5 Stunden da, Benzin ca. 60-80€ hin/zurück. Kleine Hotels oder B&Bs gibt es ab 50€/Nacht für ein Doppelzimmer, wenn ihr früh bucht. Die Stadt ist überschaubar, viel zu Fuß machbar. Champagner-Häuser bieten günstige Tastings ab 15€, die Kathedrale ist umsonst und das Stadtbild ist wirklich sehenswert.
Für Essen rechnet mit 20-25€ pro Person/Tag wenn ihr mittags in Bistros geht und abends mal selber einkauft. Macht zusammen etwa 180-190€ pro Person.
Alternative wäre Lille - noch näher, aber weniger "französisch" im klassischen Sinne. Nancy ist auch machbar, aber etwas weiter.
Mein Tipp: Lieber 3 Tage richtig genießen als 4 Tage knausern müssen.
Grüße
A.Bergmann