Ich fahre im September nach Oaxaca für ein verlängertes Wochenende – Wildlife-Beobachtungen in den umliegenden Bergen interessieren mich deutlich mehr als die üblichen Touristenpfade. Aber vorher muss ich ehrlich sagen: Die ganzen Warnungen vor Street Food auf mexikanischen Märkten machen mich skeptisch.
Ich bin kein Anfänger, habe schon in verschiedenen Ländern gegessen, was der Markt hergab. Aber bei Mexiko lese ich überall von Magen-Darm-Problemen, unsauberen Bedingungen, fragwürdigen Hygienestandards. Gleichzeitig vermute ich dahinter viel Klischee-Denken und weniger tatsächliche Probleme.
Meine Frage: Gibt es Märkte oder Stände in Oaxaca, die wirklich sauber sind und wo Einheimische selbst essen (nicht nur für Touristen)? Wie erkenne ich ein sicheres Angebot? Und ehrlich gefragt – wie groß ist das tatsächliche Risiko, wenn man nicht gerade bei jemandem kauft, der mit den Händen auf der Straße arbeitet?
Interessiert mich vor allem die Realität vor Ort, nicht die Standard-Internetwarnungen.
Deine Skepsis gegenüber pauschalen Warnungen ist berechtigt, Klaus. Das klassische Problem: Manche Touristen bekommen einfach ein paar Magenverstimmungen und berichten davon wie von einer Katastrophe.
In Oaxaca konkret: Die Mercado 20 de Noviembre und Mercado Benito Juárez haben etablierte Bereiche, wo hauptsächlich Einheimische essen – da ist die Hygiene deutlich besser als man denkt. Besonders bei den Tlayudas-Ständen und Tamale-Verkäufern dort. Meine Faustregel: Wo lange Schlangen von Mexikanern stehen, vor allem morgens/mittags, ist es in Ordnung. Frisches Wasser und heiß zubereitete Sachen sind grundsätzlich unkritisch.
Das echte Risiko? Eher gering, wenn du nicht vollkommen sorglos bist – also nicht an der Ecke von jemandem essen, der sichtbar unhygienisch arbeitet. Magenverstimmungen können überall passieren, auch in "sauberen" Restaurants. Probier es einfach aus, wenn es sich richtig anfühlt.