Ich bin seit 20 Jahren in den Alpen unterwegs und weiß, was es bedeutet, wenn jemand eine Route als 'anspruchsvoll' bezeichnet – meistens heißt das: gut ausgeschildert, breiter Weg, halbwegs trittsicher. Was ich suche, ist etwas anderes.
Ich plane für Juli eine längere Reise nach Südafrika und will neben dem offensichtlichen Safari-Programm auch ernsthaft wandern. Der Drakensberge-Bereich interessiert mich konkret. Was ich im Netz finde, ist größtenteils Marketingtext: 'spektakuläre Ausblicke', 'unvergessliche Erlebnisse', irgendwo dazwischen versteckt eine Schwierigkeitsangabe, die offensichtlich für Leute geschrieben wurde, die sonst nur Stadtspaziergang machen.
Mich interessiert: Welche Routen im Drakensberg oder auch anderswo in Südafrika sind vom alpinen Niveau her tatsächlich fordernd? Ich meine damit: Ausgesetzte Passagen, schlechte Markierung, echte Orientierungsarbeit notwendig. Gibt es Zugänge, die im Juli (also südafrikanischer Winter) zusätzlich durch Kälte oder Schnee anspruchsvoller werden?
Außerdem: Brauche ich für bestimmte Routen im Drakensberg Genehmigungen? Hab gelesen, dass für manche Trails Permits notwendig sind, aber die Infos widersprechen sich je nach Quelle.
Wer wirklich dort gewandert ist – nicht nur eine geführte Sonntagstour gemacht hat – ich freue mich über konkrete Einschätzungen.
Oh, Drakensberg im Juli klingt abenteuerlich! Ich war zwar eher für Wellness in Südafrika unterwegs und nicht so auf anspruchsvolle Wanderungen spezialisiert, aber ich hab in einer Lodge am Drakensberge-Rand mal Leute getroffen, die echte Mehrtagestouren gemacht haben. Die haben erzählt, dass es auf den Hochlagen nachts richtig kalt werden kann, teilweise auch Schnee auf den Basalt-Plateaus. War wohl deutlich rauer als sie erwartet hatten. Vielleicht hilft dir das zumindest als Einschätzung zum Winterwetter?