Ich plane für August eine längere Zeit in Shanghai und bin ehrlich gesagt genervt von den üblichen Reiseführer-Tipps. Nach 25 Jahren Backpacking kenne ich das Schema: Marina Bay, Bund, Lujiazui... alle rennen zu denselben Instagram-Spots und zahlen Abzockepreise in gehypten Restaurants.
Dieses Mal will ich anders vorgehen – einfach in Vierteln abhängen, wie echte Leute leben. Ich interessiere mich weniger für die spektakulären Sehenswürdigkeiten und mehr dafür, wo man günstig essen kann, wo Einheimische ihr Leben führen, vielleicht auch lokale Wellness-Spots ausprobieren (ohne die touristischen Premium-Spas).
Meine Fragen:
1. Welche Viertel würdet ihr empfehlen, um sich einfach mal treiben zu lassen? Nicht Puxi, nicht das touristischen Zentrum.
2. Wie macht ihr das mit der Hitze im Sommer? Ist Slow Travel im Juli/August in Shanghai überhaupt realistisch?
3. Gibt es gute Street-Food-Gegenden abseits der Marktplätze, die für Touristen überlaufen sind?
Bin offen für ehrliche Erfahrungen – auch wenn sie nicht ins Klischee passen!
Jing'an ist auch interessant – weniger über-touristisiert als Huangpu, aber mit viel Geschichte. Hab dort ein paar Tage in einem Budget-Hostel gehangen und bin einfach nachts spaziert. Shanghai bei Nacht ist anders als tagsüber. Die Hitze im Juli/August ist echt krass, aber Slow Travel bedeutet ja gerade: nicht hetzen, mal nen ganzen Tag nix machen, irgendwo im Schatten sitzen. Das funktioniert auch im Sommer.
Jiashan! Das ist ein paar U-Bahn-Stationen westlich des Zentrums, superschön renoviert, aber nicht überrannt von Touristen. Alte Shikumen-Häuser, kleine Kunstgalerien, ruhige Cafés. Ich war letzten Herbst dort und habe zwei Tage einfach nur rumgebummelt – hätte nicht besser sein können. Zur Hitze: September ist besser, aber im August funktioniert es, wenn du deine Aktivitäten in die frühen Morgen und Abende legst. Die Leute machen das genauso. Mittags bleibt man im klimatisierten Café und trinkt Tee.
Wow, das ist genau mein Traum! Ich war noch nie in Shanghai, aber deine Herangehensweise klingt so authentisch. Ich plane gerade meine erste große Fernreise und versuche auch, nicht einfach die Standard-Route abzulaufen. Wie lange bleibst du denn? Und wie hast du generell dein Budget geplant für so lange Zeit in einer Metropole? Ich rechne mit vielem, aber Metropolen-Budgeting ist für mich noch Neuland...