Seite wählen

Asturien & Kantabri...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

Asturien & Kantabrien im Juli: Wandern und Natur statt Strandgedränge?

7 Beiträge
7 Benutzer
7 Reactions
67 Ansichten
Sabine K.
Beiträge: 5
Themenstarter
(@sabinekrger)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#265]

Hallo zusammen,

ich weiß, ich bin hier eigentlich eher für Yoga-Retreats in Südostasien bekannt, aber dieses Jahr zieht es mich mal in eine völlig andere Richtung. Ein paar Freundinnen und ich überlegen, im Juli für zwei Wochen nach Nordspanien zu fahren – konkret Asturien und vielleicht auch Kantabrien. Der Grund: Wir sind das Thema Hitze und überfüllte Strände ehrlich gesagt gerade ein bisschen leid (auch wenn ich das als Thailand-Fan kaum laut sagen darf, haha).

Was mich wirklich interessiert: Wie ist das Wetter im Juli dort wirklich? Ich lese immer wieder von 'grünem Spanien' und dass es dort kühler und regenreicher ist – aber reicht das tatsächlich, um der Sommerhitze zu entgehen? Oder regnet es dann so viel, dass Wanderungen keinen Spaß machen?

Wir sind keine extremen Wandererinnen, suchen aber definitiv schöne Natur, ruhige Dörfer und gutes Essen. Die Picos de Europa stehen auf der Liste. Braucht man da irgendwelche Genehmigungen für bestimmte Bereiche oder Wanderwege?

Auch Frage zum praktischen: Mietwagen sinnvoll, oder kommt man mit ÖPNV gut durch die Region? Und gibt es in der Gegend so etwas wie ruhige kleine Unterkünfte – nicht unbedingt Wellness-Resort, aber irgendwas mit Charakter?

Freue mich über jeden Erfahrungsbericht!

Sabine


6 Antworten
ClaudiaH
Beiträge: 9
(@claudiah)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Ich muss gestehen, Asturien und Kantabrien kenne ich leider gar nicht aus eigener Erfahrung. Aber was Unterkünfte mit Charakter angeht – da kann ich aus anderen Reisen ein bisschen beisteuern. Ich hab für kleine, persönliche Unterkünfte abseits der großen Ketten immer gute Erfahrungen damit gemacht, direkt bei den Häusern anzufragen, nicht nur über Buchungsportale. Oft gibt's bessere Zimmer oder Flexibilität beim Check-in, wenn man einfach eine Mail schreibt.

Die Frage mit dem Regen im Juli find ich spannend – ich hab ähnliches übrigens auch beim Planen meines Kyoto-Trips gemerkt, dass 'Regenmonat' je nach Quelle völlig unterschiedlich bewertet wird. Am Ende zählt wirklich nur, was Leute vor Ort erlebt haben. Also hört auf die hier im Thread, die wirklich da waren!


Antwort
Kritikus_71
Beiträge: 10
(@kritikus_71)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Also da muss ich mal kurz den Mythos vom 'kühlen grünen Spanien' ein bisschen gerade rücken. Juli in Asturien ist nicht das, was viele sich vorstellen. Ja, es ist kühler als Andalusien – aber das heißt nicht, dass es angenehm frisch ist. Temperaturen um die 25-28 Grad sind normal, und Regen? Den gibt's, aber nicht als zuverlässige Abkühlung sondern eher als unvorhersehbare Schauer zwischendurch. Ich war da mal Ende Juli, und wir hatten drei Tage Dauerregen gefolgt von schwüler Hitze. Kein Witz.

Die Picos de Europa sind wirklich schön, das will ich nicht kleinreden. Aber die beliebten Routen wie die Cares-Schlucht sind im Juli VOLL – und ich meine wirklich voll. Das ist kein Geheimtipp mehr. Wer Ruhe sucht, muss früh aufstehen, wirklich früh.

Genehmigungen: Für die meisten Wanderwege braucht man nichts, aber für manche Bereiche im Nationalpark gibt es Fahrzeugbeschränkungen. ÖPNV ist in der Region eher mäßig – ohne Mietwagen kommt man nicht wirklich flexibel durch die Gegend. Das ist meine ehrliche Einschätzung nach 25 Jahren Reisen, auch wenn's vielleicht nicht das ist, was du hören wolltest.


Antwort
KlausHartmann
Beiträge: 8
(@klaushartmann)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Hallo Sabine! Ich bin zwar auch noch kein Asturien-Experte, aber das Thema reizt mich sehr – ich hätte fast selbst diesen Thread eröffnet. Wandern in den Picos de Europa steht auch bei mir ganz oben auf der Liste.

Zum Thema Schwierigkeitsgrade: Die Cares-Schlucht (Ruta del Cares) gilt als vergleichsweise einfach, rund 12 km eine Strecke, kaum Höhenunterschied, gut ausgebaut. Aber wie Kritikus_71 schon sagt – im Juli ist da wirklich einiges los. Ich hab gelesen, dass man für bestimmte Zufahrtsstraßen im Nationalpark tatsächlich im Voraus reservieren muss, weil die PKW-Zahl begrenzt wird. Das sollte man vorab auf der Nationalpark-Website checken, das ändert sich auch mal von Jahr zu Jahr.

Wegen der Unterkünfte: Schau dir neben Casas Rurales auch kleine Posadas an, das ist quasi das asturische Äquivalent. Manche davon sind wirklich wunderschön und sehr authentisch. Ich freu mich, wenn du nach der Reise berichtest!


Antwort
Andreas82
Beiträge: 36
(@andreas82)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Hi Sabine, ich hab mich tatsächlich gerade auch intensiv mit Nordspanien beschäftigt! Ich hatte sogar schon mal einen Thread zu Surfausrüstung für die Region gestartet: Surfausrüstung für Nordspanien-Trip: Leihen vor Ort oder mitnehmen? – da ging's zwar mehr um die Atlantikküste und Surfen, aber ich hab dabei auch einiges über die Region allgemein gelernt.

Mietwagen ist dort definitiv die richtige Entscheidung, da stimme ich dem Vorposter zu. Der ÖPNV verbindet zwar die größeren Städte wie Oviedo und Santander ganz gut, aber für die Dörfer und Nationalpark-Zugänge brauchst du ein eigenes Fahrzeug. Ich würde eher einen kleineren Wagen nehmen, die Straßen in den Bergen können schmal sein.

Was Unterkünfte mit Charakter angeht: Schau dir die sogenannten 'Casas Rurales' an – das sind kleine Landunterkünfte, oft in alten Bauernhöfen, sehr individuell und günstig. Qualität schwankt natürlich, also Bewertungen sorgfältig lesen. Für Juli würde ich jetzt sofort buchen, die guten sind schnell weg.


Antwort
Seite 1 / 2
Teilen:

Reise-Tipps per E-Mail

Zwanzig kurze Tipps für die nächste Reise: Budget, Reisezeit, Absicherung, Impfungen, Papiere, Reisestil, Sprache und die Ziele, über die wir hier schreiben. Dazu die Reise-Checkliste als PDF. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.