Ich plane im September eine Wanderwoche in Galicien und stoße überall auf die gleichen Empfehlungen: Camino Portugués, Camino Finisterre – alle bekannten Routen. Aber ehrlich gesagt bin ich skeptisch gegenüber diesem ganzen gehypten Pilger-Zirkus. Es gibt da immer zu viele Menschen unterwegs, und wenn man sich die Blogs anschaut, wirkt es oft eher wie Massentourismus als wie echte Ruhe.
Ich bin kein erfahrener Wanderer, eher Einsteiger mit normaler Fitness. Was mich interessiert: Gibt es in Galicien Küstenrouten, die nicht völlig überlaufen sind, aber trotzdem gut ausgebaut für jemanden, der seine erste längere Wandertour machen will? Also nicht diese Instagram-Hotspot-Strecken, sondern echte Alternativen mit verlässlicher Infrastruktur (Unterkunft, Verpflegung).
Wer hat da realistische Erfahrungen gemacht und nicht nur Standardempfehlungen?
Also die Rías Baixas Route ist wirklich interessant, wenn du nicht jedes Selfie-Abenteuer mitgehen willst. Von Bueu über Sanxenxo bis Combarro – das ist Küstenwandern ohne den Camino-Zirkus. Die Route ist deutlich weniger markiert als die großen Pilgerrouten, aber dafür auch entspannter. Hotels und kleine Pensionen gibt es ausreichend, und die Fischstädte sind authentisch, nicht abgespielt wie manche Camino-Orte. Im September solltest du auch keine Überbuchungsprobleme haben. Würde allerdings empfehlen, vorher die genaue Routenführung bei lokalen Tourismusbüros zu checken – nicht alles ist durchgehend ausgeschildert wie beim Camino.