Hallo zusammen,
ich bin 15 Jahre lang nicht mehr gereist und möchte es jetzt wieder wagen – Myanmar steht auf meiner Liste für August/September. Nach langer Recherche merk ich aber, dass ich bei einem Punkt unsicher bin: Wie handle ich praktisch mit der Trinkwasserversorgung als Solo-Backpacker vor Ort?
Ich lese ständig "kauft Wasser in Flaschen", aber die Kosten scheinen sich schnell zu summieren, wenn man als Budget-Reisender täglich 2-3 Liter braucht. Was machen denn die ganzen Langzeit-Backpacker dort? Trinken die auch nur Flaschenwasser, oder gibt es Tricks – wie Wasserfilter, Tabletten, oder bestimmte Orte, wo das Wasser okay ist?
Und noch eine andere Frage: Wie handhaben das eigentlich die lokalen Leute selbst? Trinken sie in Restaurants und Teehäusern auch nur abgekochtes Wasser? Möchte ja nicht überängstlich sein, aber auch keine Magenverstimmung riskieren, wenn ich Solo unterwegs bin.
Freue mich auf eure Erfahrungen!
Stefan, ich würde hier kritisch hinterfragen, was dir überall erzählt wird. Viele Ratgeber sind da wirklich übertrieben. Natürlich sollte man nicht aus der Toilette trinken, aber nicht jede Wasserquelle in Myanmar ist giftig – die Einheimischen trinken ja auch irgendwie. In den besseren Guesthouses und Hotels wird Wasser abgekocht, in Restaurants kriegst du Tee aus gekochtem Wasser. Mein Tipp: Filter kaufen (gibt es überall) oder einfach Tabletten mitnehmen, dann sparst du dir die Mineralwasser-Flaschen. Gerade wenn du sparen willst, ist das wirtschaftlicher.
Ah, da hab ich eine interessante Erfahrung gemacht. Beim Schnorchel-Trip in den Malediven war Wasserversorgung natürlich ganz anders, aber ich hab dort auch Leute getroffen, die aus Myanmar kamen – und die haben mir erzählt, dass die lokale Bevölkerung in ländlichen Gegenden durchaus auch Regenwasser sammelt und kocht. Das System funktioniert irgendwie, auch wenn es für uns Reisende ungewöhnlich ist. Mein Rat: Achte auf heiße Getränke statt auf kalte Drinks unterwegs, und trink nachts das gekochte Wasser vom Guesthouse.
Stefan, ich würde dir für Solo-Reisen empfehlen, zumindest ne kleine App wie "WhereTo" oder "TravelMate" zu nutzen – die zeigen dir auch, welche Guesthouses gute Wasser-Infrastruktur haben. Manche bieten sogar kostenloses filtriertes Wasser in den Zimmern an. Und für unterwegs: Es gibt auch tragbare UV-Wasserfilter, die funktionieren ohne Chemikalien. Die sind zwar teurer anfangs, aber über 2-3 Wochen amortisiert sich das.