Hi zusammen,
plane für nächstes Jahr (März/April) meinen ersten großen Australien-Trip und hab schon viel über das berühmte Red Centre gelesen. Uluru, Kings Canyon, MacDonnell Ranges - klingt alles fantastisch!
Aber eine Sache beschäftigt mich: Wird einem das Outback nicht irgendwann langweilig? Ich meine, überall diese rote Erde, Büsche, Felsen... nach 5-6 Tagen sieht doch alles gleich aus, oder? Bin eher jemand, der Abwechslung braucht.
Habt ihr das auch erlebt? Wie geht ihr damit um? Sollte man zwischendurch mal 'ne Pause einlegen und z.B. nach Adelaide oder Darwin fliegen? Oder gibt es mehr Variation als man denkt?
Freue mich auf eure Erfahrungen!
Muss ehrlich sagen, mir ist es schon langweilig geworden nach ner Woche. Bin wohl eher der Typ für Abwechslung und Action. Aber vielleicht lag's auch daran, dass ich zu schnell durchgerauscht bin.
Interessante Frage! Ich kenne das Problem eher von deutschen Landschaften, wo man auch schnell das Gefühl hat, alles gesehen zu haben. Im Outback ist es aber anders - die schiere Weite und Stille haben was Meditatives. Man muss nur den Rhythmus finden. Ich würd empfehlen, nicht jeden Tag weiterfahren, sondern mal 2-3 Nächte am selben Ort bleiben. Dann entdeckt man Details, die einem beim Durchrasen entgehen. Und die Natur ist dort viel lebendiger als man denkt - man muss nur genauer hinschauen.
Kann dich gut verstehen! War letztes Jahr 2 Wochen im Red Centre und hatte am Anfang auch diese Befürchtung. Aber ehrlich gesagt war's das Gegenteil - jeden Tag neue Überraschungen. Die Landschaft ändert sich ständig: mal Sanddünen, mal bizarre Felsformationen, dann wieder grüne Oasen. Und die Lichtstimmungen! Morgens und abends wird alles in völlig andere Farben getaucht. Kings Canyon ist komplett anders als Uluru, und die West MacDonnells haben wieder ihre eigene Atmosphäre. Mein Tipp: Nimm dir Zeit für die kleinen Sachen - Wildtiere beobachten, Sterne gucken, mit Locals quatschen. Das Outback ist wie Meditation, man muss sich nur darauf einlassen.