Hallo zusammen,
nächsten Monat fahre ich für drei Wochen nach Südwestfrankreich – hauptsächlich in die Bordeaux-Region und ins Périgord. Mich reizen vor allem die kleinen Weindörfer, die lokalen Märkte (ich bin Foodie und möchte echte Produkte kennenlernen) und vielleicht auch eine Wanderung in den benachbarten Hügeln.
Meine Frage: Ich spreche kein Französisch, nur Englisch. In Paris bin ich damit ganz gut zurechtgekommen, aber ich habe gehört, dass die Leute auf dem Land deutlich weniger Englisch sprechen – besonders in kleineren Orten und bei älteren Winzern. Reicht es wirklich, mit Google Translate und ein bisschen Englisch zu kommunizieren? Oder sollte ich mir vor der Reise noch einen Sprachkurs gönnen?
Mich beunruhigt besonders: Wie bestelle ich im Restaurant, wenn ich die Speisekarte nicht lese? Und bei Weingutsbesuchen – braucht man da Französisch, um wirklich was zu verstehen?
Freue mich auf eure Erfahrungen!
Helmut
Hallo Helmut B.,
ich bin da ehrlich mit dir – ein paar Brocken Französisch würden dir nicht schaden, aber es ist auch nicht zwingend nötig. Ich bin mit 65 Jahren selbst noch nicht so fit in den Sprachen, aber in der Region funktioniert es oft besser als man denkt.
Mein Tipp: Lade dir die Google Translate App herunter und nutze die Kamera-Funktion für Speisekarten. Das funktioniert überraschend gut! Bei den Weingütern sprechen viele Betreiber zumindest etwas Englisch – und wenn nicht, freuen sich die Winzer oft über deine Begeisterung für ihre Produkte. Das überwindet Sprachbarrieren.
Auf den Märkten brauchst du nicht viel reden, da hilft Zeigen und Lächeln. Für die wichtigsten Sätze („Wie viel kostet das?", „Ist das frisch?") lernst du schnell ein paar Worte.
Ehrlich: Ein kurzer Online-Kurs (2-3 Wochen, 30 Min/Tag) würde dir Sicherheit geben und macht Sinn. Ich habe das vor meinen letzten Reisen auch gemacht. Aber ohne geht's notfalls auch.
Viel Spaß dort!
HeinzMueller72