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Mietwagen USA: Welche Versicherungen wirklich nötig und was ist Abzocke?

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Marco_89
Beiträge: 9
Themenstarter
(@marco_89)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat
[#33]

Hallo zusammen,

wir planen für diesen Sommer (Ende Juni / Anfang Juli) einen Roadtrip durch den Westen der USA, ca. 3 Wochen. Mietwagen ist eigentlich schon klar, aber ich blick bei den ganzen Versicherungsoptionen einfach nicht durch und ich glaube das ist so designed, damit man möglichst viel bucht ohne es zu hinterfragen.

Folgendes wird uns beim Anbieter angeboten:
- CDW / LDW (Kollisionsschadenversicherung)
- SLI (Zusatz-Haftpflicht)
- PAI (Unfallversicherung für Insassen)
- PEP / RSS (Schutz für persönliche Sachen im Fahrzeug)

Ich hab eine Kreditkarte (Visa Gold) die angeblich Mietwagen-Schutz bietet, bin mir aber nicht sicher ob das für die USA ausreicht oder ob da irgendwelche Haken drin sind. Außerdem haben wir eine Reisekrankenversicherung für die Reise.

Konkret interessiert mich:
1. Reicht die Kreditkartenversicherung für CDW wirklich aus, oder gibts Fußnoten die ich übersehen hab?
2. Ist SLI in den USA wirklich so wichtig wie alle sagen? (Klagen etc.)
3. Was kann ich getrost weglassen?

Ich will nicht knausern wenn es wirklich wichtig ist, aber 30-40 Dollar extra PRO TAG nur für Versicherungen die ich vielleicht schon hab klingt nach viel. Bin für jeden Erfahrungsbericht dankbar!

Marco


1 Antwort
S.Hoffmann
Beiträge: 14
(@s-hoffmann)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Die Frage kenn ich gut, hab mich da auch mal durchgewühlt.

Kurz zusammengefasst was ich rausgefunden hab: Die Kreditkarte deckt CDW/LDW bei vielen Anbietern tatsächlich ab – aber nur als sekundäre Versicherung, d.h. sie zahlt erst wenn deine eigene KFZ-Versicherung abgelehnt hat. Hast du kein Auto in Deutschland und damit keine eigene KFZ-Police, kann das unter Umständen direkt greifen. Aber: Lies das Kleingedruckte deiner Karte GENAU durch. Oft sind bestimmte Fahrzeugklassen (SUVs über einem gewissen Wert, Trucks, etc.) ausgeschlossen. Außerdem zahlen viele Kreditkarten nicht für 'administrative fees' die US-Vermieter zusätzlich berechnen wenn ein Schaden passiert – da können nochmal ein paar hundert Dollar draufkommen.

SLI würde ich in den USA nicht weglassen. Das amerikanische Schadensersatzsystem ist nicht ohne und die Basishaftpflicht der Vermieter ist oft lächerlich gering (manchmal nur 15.000 Dollar). Wenn du jemanden ernsthaft verletzt, bist du damit schnell ruiniert. Schau aber erstmal ob deine Reiseversicherung dafür aufkommt – manche Auslandsreise-Haftpflichtpolicen decken sowas ab.

PAI und PEP/RSS kann man in der Regel weglassen, das deckt deine Reiseversicherung meistens mit ab. Ich hab das jedenfalls nie dazugebucht und bis jetzt ist nichts passiert.

Ach ja, falls du noch unsicher bist mit Englisch beim Mietwagen-Stress am Schalter: Ich hab vor meinem letzten US-Trip gute Erfahrungen gemacht mit einem kleinen Online-Kurs speziell für Reise-Englisch. Gerade Vokabeln rund um Versicherungen und Verträge sind echt hilfreich, wenn die Typen am Counter anfangen zu quatschen. Englisch Expresskurs kostenlos testen


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