Ich plane eine dreiwöchige Reise durch Myanmar im Juli/August – hauptsächlich in kleineren Orten abseits von Yangon und Mandalay. Überall liest man, dass man kein Leitungswasser trinken darf, aber ich frage mich: Wie drastisch ist das wirklich?
Ich war jetzt über 20 Jahre in Asien unterwegs, auch in Thailand und Südindien auf weniger touristischen Routen, und habe da teilweise auch lokales Wasser getrunken, ohne dass etwas passiert ist. Bei Myanmar habe ich aber den Eindruck, dass die Warnungen noch deutlicher ausfallen als anderswo.
Wie handhaben das erfahrene Reisende vor Ort? Nutzen alle Touristen konsequent gekauftes Wasser, oder ist das übertrieben? Und was ist mit Zähneputzen, Duschen, Eiswürfeln in Getränken – auch alles komplett vermeiden? Wie teuer wird das ganze über drei Wochen?
Interessiert mich auch: Welche lokalen Alternativen gibt es (Tee, Softdrinks)? Gibt es regionale Unterschiede zwischen den Landesteilen?
Bernhard K., mit deiner Erfahrung in Asien kannst du das wahrscheinlich besser einschätzen als viele andere. Ehrlich gesagt finde ich die Warnungen für Myanmar auch teilweise überzogen, aber der Unterschied zu Thailand ist real – die Infrastruktur ist einfach noch fragiler.
Meine Einschätzung: Zähneputzen mit Leitungswasser? Kein Problem. Duschen? Auch okay. Aber trinken würd ich es nicht. Die Sache ist eher, dass lokale Bakterien für deinen Körper ungewohnt sind, nicht dass es überall verseucht ist.
Was ich in ähnlichen Regionen gemacht hab: abgekochtes Wasser vom Hotel, gekauftes Wasser für unterwegs (kostet kaum was), und bei lokalen Getränken einfach zugreifen – Tee ist gekocht, Softdrinks sowieso. Eiswürfel in touristischen Orten eigentlich unbedenklich.
Regional unterscheidet sich das tatsächlich. Ländliche Gegenden sind skeptischer zu bewerten. Über drei Wochen kommst du mit fertigem Wasser vielleicht auf 15-20 Euro wenn du sparst. Realistischer Aufwand, würde ich sagen.