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Erster USA-Trip nach Jahrzehnten Südamerika – wo anfangen?

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Roberto_74
Beiträge: 1
Themenstarter
(@roberto_74)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen
[#60]

Hallo zusammen,

ich bin eigentlich ein absoluter Südamerika-Fan – seit 15 Jahren reise ich regelmäßig durch Peru, Argentinien, Bolivien und Co. Die Märkte in Lima, die Gaucho-Estancias in der Pampa, das Gespräch mit echten Einheimischen abseits der Touristenpfade – das ist mein Ding. Aber jetzt überlege ich ernsthaft, im Juli endlich mal Nordamerika eine Chance zu geben. Konkret: USA oder Kanada.

Mich interessieren aber nicht die typischen "New York, Hollywood, Las Vegas"-Geschichten, die ich hundertmal gelesen habe. Ich suche eher sowas wie – gibt es in Nordamerika überhaupt echte Märkte im Sinne von lokalen Märkten, wo man mit normalen Menschen ins Gespräch kommt? Oder ist da alles so durchkommerzialisiert, dass man immer das Gefühl hat, nur Kulisse zu sein?

Außerdem: Wie ist das mit Einreise für EU-Bürger? Ich hab gehört, ESTA ist mittlerweile Pflicht und der Prozess hat sich nochmal geändert. Stimmt das?

Und noch was: Juli ist ja Hochsommer. Ich kenne das aus Südamerika, dass man bestimmte Regionen zu bestimmten Jahreszeiten meiden sollte. Gilt das für die USA genauso? Ich dachte zum Beispiel an den Südwesten (Arizona, Utah) aber das soll ja brutal heiß sein im Juli.

Freue mich auf eure Einschätzungen!


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2 Antworten
Andreas82
Beiträge: 32
(@andreas82)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Hi Roberto, ich selbst bin zwar mehr der Europareisende, aber zum Thema Authentizität in den USA kann ich zumindest sagen: Farmers Markets gibt es tatsächlich in vielen mittelgroßen Städten, die sich stark von touristischer Massenware unterscheiden. Portland (Oregon) hat zum Beispiel einen ziemlich lebendigen Markt am Wochenende, der nicht primär auf Touristen ausgerichtet ist. Ob das mit peruanischen Märkten mithalten kann – ehrlich gesagt bezweifle ich das. Das kulturelle Erlebnis ist schon ein anderes Kaliber. Zum ESTA: Das läuft über die offizielle Webseite des US-Heimatschutzministeriums, kostet aktuell 21 Dollar und sollte ein paar Tage vor Abreise beantragt werden. Kein großes Drama, geht meist sehr schnell. Zum Juli im Südwesten: Arizona und Utah sind im Hochsommer wirklich extrem – über 40 Grad in Moab oder im Grand Canyon sind keine Seltenheit. Wenn du das trotzdem planst, nur Morgens oder Abends wandern, nie mittags.


Antwort
LaraKoehler
Beiträge: 6
(@larakoehler)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Ich würde Kanada im Juli sehr empfehlen, und zwar auch aus Nachhaltigkeitsperspektive: Dort gibt es viele Nationalparks mit strikten Besucherzahlregelungen, Reservierungspflicht für bestimmte Wanderwege und generell ein stärkeres Bewusstsein für nachhaltigen Tourismus als in manchen US-Bundesstaaten. Das Banff-Netzwerk z.B. hat ein gutes ÖPNV-System innerhalb des Parks, da braucht man kein Auto. Zu den Märkten: In Quebec City und Montreal gibt es tatsächlich Märkte mit echtem frankophonen Charakter – da fühlt man sich eher wie in Europa als in den USA. Vielleicht wäre das ein interessanter Einstieg für dich, Roberto, auch wenn's natürlich nicht mit Südamerika vergleichbar ist. Ich hab übrigens beim Zakynthos-Thread ähnliche Fragen zu Überfüllung im Sommer diskutiert (Zakynthos Navagio Beach September - noch sehr überfüllt nach Hauptsaison?) – das Thema Hauptsaison und Menschenmassen ist überall dasselbe.


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