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Campervan statt Mietwagen im Westen: Lohnt sich das im Juli?

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ThomasK.Brandt
Beiträge: 2
Themenstarter
(@thomask-brandt)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen
[#41]

Hallo zusammen,

wir planen für Juli 2026 einen dreiwöchigen Roadtrip durch den Südwesten – grob die Strecke Las Vegas, Zion, Bryce Canyon, Monument Valley, Antelope Canyon und zurück. Reisen zu zweit, Mitte 40, kein Luxusbedürfnis, aber auch nicht zwingend Sparfüchse.

Jetzt schwanken wir schon eine Weile zwischen normalem Mietwagen mit Hotelübernachtungen und einem Campervan bzw. kleinen Wohnmobil. Ich habe ein bisschen recherchiert, aber ehrlich gesagt widersprechen sich die Erfahrungsberichte stark. Die einen sagen, der Campervan ist viel günstiger unterm Strich. Die anderen warnen vor versteckten Kosten, Campgrounds die ausgebucht sind, und vor allem: der Hitze im Juli.

Genau das macht mir am meisten Sorgen. Wir reden ja von Temperaturen die im Monument Valley locker über 40 Grad gehen können. Wie ist das realistisch einzuschätzen mit Schlafen im Van? Die meisten Campervans haben doch keine ordentliche Klimaanlage oder irre ich mich da?

Was ich außerdem nicht ganz durchblicke: Kann man im Juli überhaupt noch spontan Campgrounds in Zion oder Bryce buchen, oder muss das alles Monate im Voraus gebucht werden?

Freue mich über ehrliche Erfahrungen, besonders von Leuten die das selbst im Sommer gemacht haben. Danke!


1 Antwort
WalterHoffmann37
Beiträge: 8
(@walterhoffmann37)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Also ich kann dazu etwas sagen, weil wir das 2023 im August gemacht haben – allerdings nicht ganz dieselbe Route.

Kurz gesagt: Im Juli in dieser Region würde ich den Campervan nur mit sehr guten Nerven empfehlen. Die meisten Vans in dieser Preisklasse haben eine sogenannte Standklimaanlage, die oft nur funktioniert wenn man ans Stromnetz angeschlossen ist – also auf einem sogenannten "Full Hookup"-Stellplatz. Die sind in der Nähe von Zion oder Bryce im Hochsommer entweder ausgebucht oder kosten deutlich mehr als man zunächst denkt. Spontan geht da im Juli praktisch gar nichts mehr, das muss man Monate vorher buchen, teils schon ab März komplett ausverkauft.

Der Vorteil des Campervans – Flexibilität und Kostenersparnis durch wegfallende Hotelkosten – verpufft in dieser Region im Sommer weitgehend. Dazu kommen noch die Treibstoffkosten, die durch das höhere Gewicht des Vans spürbar höher sind als bei einem normalen Mittelklassewagen.

Mein Fazit für euren Trip: Normaler Mietwagen plus Motels oder gelegentlich Budget-Hotels. Im Monument Valley besonders – da schläft man in einem Van bei 35 Grad Nachttemperatur praktisch ohne Schlaf. Das ist kein Spaß.

Campervans machen im Westen mehr Sinn im Spätherbst oder Frühjahr. Sommer ist die falsche Jahreszeit dafür, zumindest in diesem Teil der USA.

Ach so, und falls ihr noch nicht so fit im Amerikanischen seid – ich hab vor meinem Westküsten-Trip einen Online-Vokabeltrainer ausprobiert, speziell fürs Reisen, und das hat mir wirklich geholfen, an Tankstellen und in Campgrounds souveräner aufzutreten. Lohnt sich besonders für alltägliche Situationen unterwegs! Amerikanisch Expresskurs testen.


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