Hallo zusammen,
ich plane für Juni 2026 meine erste größere USA-Reise und stehe vor einer Entscheidung, die ich alleine nicht so recht treffe. Ich habe insgesamt 12 Tage und möchte zwei Städte besuchen – New York und Chicago stehen oben auf meiner Liste, aber ich weiß nicht, welche ich zuerst ansteuern soll.
Mein Gedanke war bisher: In New York ankommen, ein paar Tage dort verbringen, dann per Flug weiter nach Chicago und von dort den Rückflug nehmen. Das wäre dann ein sogenanntes Open-Jaw-Ticket, wenn ich das richtig verstehe. Aber macht das Sinn von der Reihenfolge her?
Ich frage mich, ob es besser ist, den Jetlag in einer größeren, "überwältigenden" Stadt wie New York auszusitzen, oder ob man eher mit Chicago anfangen sollte, das mir von der Beschreibung her etwas übersichtlicher vorkommt. Auch klimatisch bin ich unsicher – ich vertrage Hitze nicht so gut, und der Juni soll in beiden Städten schon recht warm werden. Hat jemand Erfahrung, wie das in beiden Städten im Sommer so ist, auch was Klimatisierung und Aufenthalt im Freien angeht?
Ich bin nicht mehr der Jüngste und mag es lieber ruhiger, also keine durchgehenden Partynächte oder so. Eher Museen, Architektur, vielleicht eine Stadtführung. Was würdet ihr mir empfehlen?
Vielen Dank schon mal,
Walter
Kurz und pragmatisch: Chicago zuerst, New York zum Abschluss. Man gewöhnt sich an das Land, an die Dimensionen, an alles – und dann kommt Manhattan als krönender Abschluss. Das Gegenteil fühlt sich oft wie ein Abstieg an, auch wenn Chicago objektiv toll ist.
Ach so, falls ihr noch auf der Suche nach einem günstigen Pauschalangebot seid: Ich hab da gute Erfahrungen gemacht mit einer Seite, auf der man gezielt nach USA-Pauschalpaketen filtern kann. Hat mir damals bei der New York Planung echt Zeit gespart. Günstige Pauschalreise finden
Walter, praktischer Hinweis zum Open-Jaw-Ticket: Das klappt auf der Strecke NYC/Chicago sehr gut, viele Europäer fliegen so. Achte darauf, ob du den Inlandsflug direkt beim Langstreckenanbieter buchst oder separat – separat ist oft günstiger, aber du trägst dann das Risiko bei Verspätungen selbst.
Zum Thema Hitze im Juni: Ich war mal auf Lanzarote in einer Gruppe und wir mussten da auch Klimabedingungen einplanen, ganz anderes Klima natürlich, aber die Grundregel ist die gleiche – plant die Außenaktivitäten auf Vor- und Nachmittag, Mittagszeit in klimatisierten Gebäuden verbringen. In beiden US-Städten funktioniert das gut, die Museen haben lange Öffnungszeiten.
Für jemanden der Architektur mag: Chicago ist eigentlich ein Pflichtbesuch – die Architekturführung auf dem Chicago River ist legendär und sehr entspannt vom Tempo her. Das würde ich auf jeden Fall einplanen, egal welche Stadt zuerst kommt.
Ich sehe das etwas anders als S.Bergmann oben. Chicago ist übersichtlicher? Naja, kommt drauf an wo man wohnt und wie man sich bewegt. Ich hab in beiden Städten Zeit verbracht und finde, der ÖPNV in New York – so chaotisch er wirkt – ist eigentlich intuitiver wenn man einmal drin ist. Chicago hat die El, die cool aussieht, aber das Netz ist nicht so engmaschig.
Zur Hitze: Beide Städte können im Juni richtig reinhauen. Chicago hatte in den letzten Jahren öfter Hitzeperioden, und der Feuchtigkeitsgrad dort ist nicht zu unterschätzen. New York ist ähnlich, aber die Kühlung in den Museen und U-Bahn-Stationen ist wirklich gut – man kann da regelrecht Zuflucht suchen.
Für jemanden der Museen und Architektur mag und es ruhiger will: Ich würd trotzdem New York zuerst empfehlen, einfach weil man dort die ersten Tage eh keine Energie hat und die Stadt so viel zu bieten hat, dass man auch ohne Programm beschäftigt ist.
Hallo Walter,
interessante Frage – ich kenne ähnliche Überlegungen aus eigener Erfahrung, wenn man zwischen zwei sehr unterschiedlichen Zielen abwägen muss (ich hab mich zum Beispiel auch mal gefragt, ob man in Italien lieber die bekannten oder die unbekannteren Orte zuerst angeht, wie ich es an anderer Stelle schon mal beschrieben habe).
Meine klare Empfehlung: Fange mit Chicago an. Aus mehreren Gründen. Erstens ist Chicago tatsächlich etwas übersichtlicher als Manhattan, zumindest was das Gefühl auf der Straße betrifft. Das hilft enorm, wenn man noch mit dem Jetlag kämpft. Zweitens ist das Stadtbild mit seiner Architektur – vor allem entlang des Riverwalk und in der Loop-Area – auch für jemanden, der es ruhiger mag, sehr zugänglich. Das Art Institute ist weltklasse und gut klimatisiert, was im Juni 2026 sicher nicht unwichtig sein wird.
New York danach hat den Vorteil, dass man am Ende des Urlaubs frischer und eingespielter ist – und das braucht man in dieser Stadt wirklich. Die schiere Fülle dort kann einen sonst erschlagen. Das Open-Jaw-Ticket macht dabei absolut Sinn, würde ich sagen.