Hallo zusammen,
ich plane gerade meinen Asienaufenthalt für diesen Juli und hänge bei einer Entscheidung fest, die mich schon seit Wochen beschäftigt: Singapur oder Hongkong – und das nicht als kurzen Stopover, sondern wirklich als Hauptziel für gut zwei bis drei Wochen.
Mir geht es nicht darum, möglichst viele Sehenswürdigkeiten abzuhaken. Ich möchte eine Stadt wirklich durchatmen – Märkte erkunden, Stadtteile zu Fuß erleben, vielleicht sogar ein paar Tage in einem Viertel bleiben und schauen, wie das Leben dort so tickt. Genau das Slow-Travel-Prinzip, das ich auch in Europa versuche umzusetzen.
Was mich bei Singapur reizt: die kulturelle Vielfalt, die Food-Szene, die Sauberkeit. Aber ich frage mich, ob es für drei Wochen genug Substanz hat oder ob man nach einer Woche alles gesehen hat.
Hongkong klingt spannender für lange Aufenthalte – mehr Viertel, mehr Kontraste, mehr Spontanpotenzial. Aber ich bin unsicher, wie die aktuelle Lage (politisch, touristisch) das Reisegefühl beeinflusst. Ist die Stadt noch das, was sie mal war?
Dazu kommt: Juli in Südostasien bedeutet Hitze und Regen. Wie stark schränkt das den Alltag ein? Gibt es Unterschiede zwischen den beiden Städten was das angeht?
Freue mich über Erfahrungen von Leuten, die wirklich Zeit dort verbracht haben – nicht nur ein verlängertes Wochenende.
Ich bin zwar eher in Afrika und Mittelmeer unterwegs, aber Singapur kenne ich tatsächlich gut – war zweimal dort, einmal auch für knapp zwei Wochen im Rahmen eines längeren Remote-Work-Aufenthalts.
Für Slow Travel würde ich klar Singapur empfehlen, und zwar gerade wegen der Viertelstruktur. Tiong Bahru, Kampong Glam, Little India – das sind keine Kulissen, da leben wirklich Menschen. Ich hab damals in Tiong Bahru eine Wohnung über Airbnb gehabt und bin morgens zum Hawker Centre, abends in die lokalen Bars. Das zieht sich locker zwei Wochen, wenn man sich wirklich drauf einlässt.
Zum Thema Hitze: Juli ist feucht, keine Frage. Aber Singapur hat so dichte U-Bahn-Anbindung, dass man nicht zwingend in der Mittagshitze rumläuft. Ich hab mir damals angewöhnt, morgens früh loszugehen und mittags im Coworking zu arbeiten – das MET seinem Netz an Coworking-Spaces ist übrigens klasse.
Hongkong kenne ich nur vom Stopover. Dazu kann ich nichts Substanzielles sagen.