Drohne in Japan fli...
 
Notifications
Clear all

Drohne in Japan fliegen – welche Genehmigungen brauche ich 2026?

6 Posts
6 Users
0 Reactions
24 Views
Thorsten89
Posts: 9
Topic starter
(@thorsten89)
Active Member
Joined: 1 Monat ago
[#11]

Hey zusammen, ich plane gerade meine Japan-Reise für Juli 2026 und wollte eigentlich meine DJI Mini 3 mitnehmen, um ein paar Luftaufnahmen zu machen – vor allem von Landschaften, vielleicht dem Fuji-Bereich, und ein paar Städteaufnahmen aus der Ferne. Jetzt hab ich aber angefangen zu recherchieren und ehrlich gesagt blick ich da nicht mehr ganz durch.

Ich hab gelesen, dass Japan das Drohnenrecht in den letzten Jahren ziemlich verschärft hat. Keine Ahnung ob das für Touristen mit ausländischen Drohnen genauso gilt oder ob es da Ausnahmen gibt. Brauche ich eine Registrierung vor Ort? Muss ich die Drohne vorab in Deutschland irgendwo anmelden? Und wie ist das mit dem Nationalpark Fuji-Hakone – da wird man die Drohne wohl komplett vergraben dürfen?

Außerdem stellt sich mir die Frage: Gilt das genauso für dicht besiedelte Gebiete wie Osaka oder Tokio? Ich will natürlich nichts Illegales machen, aber ich hab auch keine Lust, die Drohne zu Hause zu lassen, wenn es theoretisch mit den richtigen Papieren möglich wäre.

Hat jemand von euch 2025 oder 2026 Erfahrungen damit gemacht? Wie aufwändig war das wirklich, und lohnt sich der ganze bürokratische Aufwand für einen dreiwöchigen Urlaub überhaupt? Danke schon mal!


5 Replies
SebastianK
Posts: 8
(@sebastiank)
Active Member
Joined: 1 Monat ago

Kurze Ergänzung noch: Im Juli ist Japan nicht nur bürokratisch anspruchsvoll fürs Drohnenfliegen, sondern auch wettertechnisch. Hochsommer bedeutet extremer Dunst, Temperaturen über 35 Grad, und häufige Gewitterlagen am Nachmittag. Selbst wenn man alle Genehmigungen hätte – die Sichtweiten und Lichtbedingungen für Luftaufnahmen sind im Juli oft alles andere als ideal. Hab selbst nicht in Japan fotografiert, aber das spielt für die Planung vielleicht auch eine Rolle.


Reply
PisteGourmet_Max
Posts: 5
(@pistegourmet_max)
Active Member
Joined: 2 Wochen ago

Ich seh das ehrlich gesagt etwas skeptischer als die anderen hier: Die Frage ist nicht nur OB man fliegen darf, sondern auch ob es sich lohnt, mit dem Aufwand anzureisen. Die Registrierung ist das eine, aber dann kommen Flugverbotszonen-Apps, Parkgenehmigungen, Wetterrisiken – für drei Wochen Tourismus ist das meiner Meinung nach unrealistisch zu koordinieren, außer man plant die Reise wirklich explizit ums Drohnenfliegen herum.

Habe selbst keine direkte Japan-Erfahrung, aber ich kenne das von anderen Reisen – je touristisch intensiver eine Region, desto restriktiver die Drohnenregeln. Und Japan gilt da eher als Verschärfer, nicht als Entspanner. Wenn es dir wirklich ums Footage geht, vielleicht lieber in ländlichere Gebiete, Tohoku zum Beispiel, als in die klassischen Touristenhochburgen. Aber das setzt natürlich voraus, dass die Genehmigungen für private Filmerei dort erteilt werden – und das müsstest du vorab klären.


Reply
Sabine_K89
Posts: 2
(@sabine_k89)
New Member
Joined: 2 Wochen ago

Ich hab das Thema für eine Freundin mal kurz zusammengesucht. Es gibt eine offizielle Karte von der MLIT (Japan Ministry of Land, Infrastructure, Transport and Tourism) wo man Flugverbotszonen einsehen kann, die App heißt glaub ich "DJI Fly" zeigt das auch an, aber für Japan gibt's auch eine spezifischere Karte über das offizielle Registrierungsportal. Das Registrierungsportal ist tatsächlich auf Englisch verfügbar, also machbar. Das erinnert mich ein bisschen an die Ticketplanung in Versailles – offiziell alles geregelt, praktisch aber immer etwas chaotischer als erwartet 😄

Kosten für die Registrierung waren glaub ich so um die 900 Yen, also nichts Dramatisches. Aber wie Bernd schon schrieb: Parkgenehmigungen sind nochmal eine andere Baustelle.

Ach ja, fast vergessen: Für die Kommunikation vor Ort lohnt es sich wirklich, ein paar Grundbegriffe auf Japanisch zu lernen – gerade wenn du mit Behörden oder Locals über die Drohne sprechen musst. Ich hab da gute Erfahrungen gemacht mit einem kompakten Reise-Vokabeltrainer, der genau die wichtigsten Alltagsphrasen abdeckt. Japanisch für den Urlaub


Reply
Bernd K.
Posts: 10
(@bernd-kallweit)
Active Member
Joined: 3 Wochen ago

Das ist tatsächlich ein Thema, über das man sich ernsthaft informieren sollte, bevor man die Drohne einpackt. Ich hab mich letztes Jahr beim Planen einer anderen Reise intensiver mit ausländischen Drohnengesetzen beschäftigt, weil ein Reisebegleiter genau das vorhatte.

Für Japan gilt seit der Reform des Luftfahrtgesetzes (Civil Aeronautics Act) 2022 folgendes: Alle Drohnen über 100g müssen in Japan registriert werden – und zwar im japanischen Drohnenregistrierungssystem (DRS). Das gilt auch für Touristen mit ausländischen Geräten. Die DJI Mini 3 liegt über 100g, also bist du betroffen. Die Registrierung läuft online, kostet eine kleine Gebühr und ist auf Englisch machbar, dauert aber ein paar Tage, also rechtzeitig kümmern.

Darüber hinaus gibt es Flugverbotszonen, die sehr großzügig ausgelegt sind: um Flughäfen, über dicht besiedelten Gebieten, über öffentlichen Versammlungen, bei Nacht, über 150m Höhe usw. Für Nationalparks wie Fuji-Hakone brauchst du zusätzlich separate Genehmigungen der Parkverwaltung – und die werden in der Praxis für Touristen fast nie erteilt, soweit ich weiß.

Osaka und Tokio Innenstadt kannst du praktisch vergessen – das sind quasi durchgehend Flugverbotszonen. Ob sich der Aufwand für einen dreiwöchigen Urlaub lohnt, muss du selbst abwägen, aber ich würd die Drohne mit der aktuellen Gesetzeslage lieber zu Hause lassen oder sehr konkret planen, WO du fliegen willst.


Reply
Page 1 / 2
Share: