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Trinkgeld auf Malediven: Was ist wirklich angemessen für Resort-Personal?

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Bernd_1971
Posts: 19
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(@bernd_1971)
Eminent Member
Joined: 1 Monat ago
[#74]

Hallo zusammen,

wir fahren Ende August zu zweit auf die Malediven, erstes Mal überhaupt, und ich stecke gerade mitten in der Detailplanung. Über die großen Kostenpunkte bin ich informiert, aber beim Thema Trinkgeld bin ich ehrlich gesagt komplett ratlos.

Auf deutschen Urlauben gibt man ja im Restaurant mal 10% und gut ist. Aber bei einem Malediven-Resort mit All-Inclusive oder Halbpension – wie läuft das da eigentlich? Ist da schon ein Service Charge im Preis drin? Ich hab gelesen, dass viele Resorts 10-12% automatisch berechnen, aber ob das beim Personal ankommt, weiß ich nicht.

Konkret fragen mich: Wie viel gibt man dem Butler, falls man einen hat? Was ist üblich beim Tauchlehrer oder beim Schnorchel-Guide? Gibt man dem Zimmerreinigungspersonal täglich oder einmalig am Ende? Und am Strand – Barkeeper, Liegenservice – da auch was extra?

Ich möchte nicht knauserig wirken, aber auch nicht naiv übertreiben und plötzlich das doppelte Gehalt des Personals als Trinkgeld dalassen. Das wäre mir auch irgendwie unangenehm.

Hat jemand von euch konkrete Erfahrungswerte? Am liebsten auch mit ungefähren Beträgen in USD, weil ich das gerne im Voraus einplanen möchte.

Danke schon mal!


8 Replies
NinaS
Posts: 6
(@ninas)
Active Member
Joined: 1 Monat ago

Was ich noch ergänzen würde: Die Nationalität des Resorts-Personals spielt auch eine Rolle beim Kontext. Auf den Malediven arbeiten viele Locals aber auch viele Mitarbeiter aus Sri Lanka, Indien, Bangladesch – deren Heimatgehälter als Vergleichsbasis zu nehmen wäre aber trotzdem falsch, weil die Lebenshaltungskosten auf den Resort-Inseln (Importware, alles per Wasserflugzeug) für sie selbst auch hoch sind.

Ich würde sagen: 200-300 USD für zwei Wochen zu zweit als Trinkgeld-Budget einplanen ist ein guter Richtwert für ein Mittelklasse-Resort. Bei einem Ultra-Luxus-Resort darf es ruhig etwas mehr sein, einfach weil der Serviceumfang viel intensiver ist.


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Vivienne89
Posts: 5
(@vivienne89)
Active Member
Joined: 1 Monat ago

Da muss ich WahrheitsFinder ein bisschen widersprechen – ich versteh den Punkt, aber in der Realität ist es nun mal so wie es ist, und wer dort Urlaub macht, handelt mit dem bestehenden System. Ich war letztes Jahr im Amari Havodda und hab tatsächlich das Gefühl gehabt, dass das Personal aufrichtig dankbar war für kleine Beträge. Nicht unterwürfig, sondern wirklich menschlich-herzlich. Das hat den Urlaub für beide Seiten schöner gemacht, glaub ich.

Für Bernd konkret: Ich hab damals pro Tag ungefähr 10-15 USD total für alle Tips budgetiert und das hat gut gepasst. Also so 150-200 USD für zwei Wochen zu zweit, je nach Aktivitäten. Beim Tauchlehrer extra, das rechne ich da nicht rein.


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SarahKrger
Posts: 7
(@sarahkrger)
Active Member
Joined: 4 Wochen ago

Ich war 2024 auf den Malediven (Kuredu, also eher mittleres Segment) und kann aus eigener Erfahrung sagen: Das Trinkgeld-System ist dort wirklich etwas unübersichtlich. Was Marco schreibt stimmt soweit, aber ich würde beim Zimmerservice eher 3-5 USD täglich empfehlen wenn man ein gehobenes Resort bucht, weil die Erwartungshaltung da auch höher ist.

Was ich gelernt hab: kleine US-Dollar Scheine vorher besorgen! Auf der Insel selbst kommt man an Kleingeld schwer ran und mit einem 20er für einen Barkeeper wirkt man eher deplatziert. Ich hatte ein kleines Kuvert dabei und hab am letzten Abend dem Hauptkellner, der uns die ganze Woche betreut hat, noch mal was extra gegeben – das wurde sichtlich geschätzt.

Oh und: manchen Resorts ist Trinkgeld offiziell 'discouraged', also vorher in den Resort-Infos nachschauen. Das ist aber eher die Ausnahme.


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T.Mueller
Posts: 5
(@t-mueller)
Active Member
Joined: 1 Monat ago

Ich reise selbst eher in Richtung Natur und Wandern (bin da eher Vorarlberg-Typ als Malediven-Typ) aber meine Schwägerin war dieses Jahr im Four Seasons Landaa Giraavaru und hat mir erzählt, dass das Personal dort keine direkten Trinkgelder annehmen darf – also offiziell zumindest. In der Praxis findet man dann trotzdem Wege, z.B. über eine offizielle Stiftung des Resorts die man per QR-Code unterstützen kann, und das Geld kommt dann dem Personal oder der lokalen Bevölkerung zugute.

Also: unbedingt vorab prüfen was für das konkrete Resort gilt. Das ist kein Pauschalprojekt.


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