Hallo zusammen,
ich plane eine 3-wöchige Rundreise durch Vietnam ab Juli und stehe vor der klassischen Gepäck-Frage: Rucksack oder Koffer? Aber mich interessiert hier weniger die reine Praktikabilität – ich möchte bewusster reisen und weniger Ressourcen verbrauchen.
Mein Gedanke: Ein leichter Rucksack (max. 40L) passt besser zu meinem Slow-Travel-Ansatz. Ich plane, langsamer zu reisen, weniger Orte zu wechseln und mehr Zeit an einem Platz zu verbringen. Das reduziert den täglichen Umzugsstress und damit auch den Ressourcenverbrauch. Ein Koffer suggeriert mir irgendwie das Gegenteil – diese klassische Punkt-zu-Punkt-Mentalität.
Andererseits: Bei 3 Wochen im Juli-Sommer mit hoher Luftfeuchtigkeit und täglichen Gewittern brauche ich ausreichend Wechselwäsche. Reicht ein 40er wirklich, wenn ich nachhaltig packen will? Sollte ich doch eher auf einen kleineren Rollkoffer setzen, um nicht ständig die gleiche feuchte Kleidung zu tragen?
Wie habt ihr das gelöst? Gibt es eine Gepäckvariante, die sowohl praktisch als auch im Sinne bewussteren Reisens sinnvoll ist?
Mal ehrlich: Das Nachhaltigkeits-Narrativ beim Gepäck ist etwas konstruiert, oder? Die Emission deines Fluges ist um ein Vielfaches höher als jede Gepäck-Frage. Ein Rollkoffer ist logistisch effizienter (weniger Trageweg, bessere Gewichtsverteilung), und wenn du 3 Wochen unterwegs bist, brauchst du einfach die Ausrüstung. Lieber einen guten Koffer nehmen und dich auf echte Nachhaltigkeitsaspekte konzentrieren – etwa auf lokale Guesthouses statt Kettenhotels.