Hi zusammen,
nach 15 Jahren Pause starten ich jetzt wieder durch und Vietnam ist meine erste größere Backpacking-Reise. Ich plane 4-5 Wochen im Juli/August, hauptsächlich budget-freundlich unterwegs.
Ich hab mir schon ein paar Videos angeschaut und überall liest man: "Respekt vor älteren Menschen", "Nicht auf Buddhastatuen zeigen", "Schuhwerk ausziehen" – aber ehrlich gesagt wird da oft so oberflächlich drüber hinweggegangen. Was sind die ECHTEN Konsequenzen, wenn man das nicht ganz perfekt macht? Ich bin kein Trottel und will die Kultur nicht beleidigen, aber ich verstehe nicht immer die genauen Regeln.
Zum Beispiel: Beim Verhandeln auf Märkten – wie aggressiv darf ich sein, ohne unhöflich zu wirken? Was ist mit Essensitiketten in günstigen Garküchen? Und wie gehe ich mit Mönchen um, wenn ich Fotos machen will?
Bin dankbar für realistische Erfahrungen von Leuten, die dort waren und nicht einfach nur die Reiseführer-Plattitüden wiederkäuen. Was habe ich übersehen?
Stefan
Das ist eine gute Frage, aber ich würde vorsichtig sein vor der "alles-ist-im-Reiseführer"-Falle. Du wirst dort sehen, dass viele junge Vietnamesen selbst ziemlich westlich agieren. Die echte Etikette ist eher: respektvoller Augenkontakt, nicht laut herumschreien wie manche Touris, und vermeide es, mit der Ferse auf Buddhastatuen zu zeigen. Street Food ist problemlos – die Locals essen ja auch dort. Mein Tipp: Beobachte, wie die Einheimischen sich verhalten, und ahme das nach. Fotografiert authentische Momente statt nur Instagram-Spots.
Hi Stefan, willkommen zurück ins Reisen! Ich verstehe deine Frage total. Zum Verhandeln auf Märkten: Ich hab das auch auf dem Chatuchak in Bangkok ausprobiert (siehe Link weiter oben Chatuchak Market Bangkok Thread), aber in Vietnam ist es noch entspannter. Die Leute dort respektieren Humor und gutes Lachen beim Handeln – versuch es nicht aggressiv, sondern spielerisch. Bei Mönchen: Einfach fragen, bevor du fotografierst. Die meisten lehnen nicht ab, wenn du höflich fragst.
Meine Erfahrung: Die meisten Vietnamesen sind sehr tolerant gegenüber Touristen, solange man zeigt, dass man sich Mühe gibt. Nicht perfekt machen, sondern authentisch interessieren – das zählt mehr.
Kurz und knapp: Die Vietnamesen sind viel pragmatischer, als Reiseführer dich glauben lassen. Wenn du nicht bewusst respektlos wirst, passiert dir nix.