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Frankreich-Wochenendtrip im Juli: welche Region für 2-3 Tage?

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Carsten89
Beiträge: 6
Themenstarter
(@carsten89)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat
[#233]

Hey zusammen,

ich plane gerade spontan einen Kurztrip Ende Juli – hab einen Freitag freigeschaufelt und will bis Sonntagabend wieder zurück sein. Fliege von Frankfurt aus, also ist eigentlich fast ganz Frankreich in Reichweite.

Ich schwanke gerade zwischen ein paar Optionen und komm nicht weiter. Normandie reizt mich wegen der Küste und Mont-Saint-Michel, aber ich hab gehört dass das im Juli absolut überlaufen ist. Elsass wäre auch eine Idee, aber ob das sommertauglich ist weiß ich nicht so recht. Und dann wäre da noch Lyon – rein städtisch, aber scheinbar kulinarisch top.

Mein Ansatz ist eigentlich immer: Hostel in zentraler Lage, zu Fuß oder per ÖPNV unterwegs, keine Mietwagen-Schlepperei. Ich will in 2,5 Tagen möglichst viel sehen ohne zu hetzen – klingt widersprüchlich, ich weiß, aber effizienter Minimalismus sozusagen.

Hat jemand konkrete Erfahrungen mit Frankreich-Wochenendtrips im Sommer? Was ist realistisch schaffbar, wo sollte man im Juli die Finger von lassen weil zu voll, und gibt es Hostelempfehlungen die nicht der übliche Backpacker-Schlafsaal sind?

Danke schon mal!


6 Antworten
Marcus F.
Beiträge: 2
(@foodtech89)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Lyon ist meine klare Empfehlung, und ich sag dir warum als jemand der da wirklich auf Food-Spots achtet: Die Halles Bocuse sind toll, aber geh auch unbedingt zum Markt auf die Place Carnot oder besser noch den Marché de la Croix-Rousse samstags früh. Da kaufen echte Locals ein, viel authentischer als die Touristenhallen. Für Straßenessen: In Lyon gibt's das Konzept der Bouchons, das sind kleine Bistros wo du Quenelles, Andouillette und co kriegst – nicht gerade Streetfood aber das nächste was Lyon hat.

Colmar hab ich diesen Sommer auch kurz überlegt – ich hab jetzt mal testweise ein paar Food-Apps dort gecheckt und bin auf erschreckend wenige Bewertungen von echten Einheimischen gestoßen. Das sagt eigentlich alles über den Touristengrad. Für 2,5 Tage Städtetrip mit echtem Erlebnis: Lyon schlägt alles.


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TechMax_87
Beiträge: 13
(@techmax_87)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Für Hostel-Suche in Lyon: Ich nutze meistens Hostelworld kombiniert mit Google Maps um die Lage zu checken, Presqu'île ist die beste Lage für dein Setup – zentral, alles zu Fuß. Ich hab letztens für eine Wellness-Recherche auch mal Frankreich-Optionen durchgegangen und bin bei Lyon auf ein paar sehr anständige Boutiquehotels für kleines Geld gestoßen, aber du willst ja Hostel. Das St Christopher's Inn in Lyon hat ganz ordentliche Bewertungen und keine klassische Schlafsaalatmosphäre.

Zu deiner ÖPNV-Frage: TCL (das Lyoner Nahverkehrsnetz) hat eine eigene App die gut funktioniert, würd ich vorher runterladen. Ticket auch gleich in der App kaufen geht reibungslos.


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R.Kellner
Beiträge: 10
(@r-kellner)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Zur ÖPNV-Frage kurz aus meiner Erfahrung: Für Normandie und Elsass kommst du ohne Auto eigentlich kaum vernünftig rum, das solltest du einkalkulieren. Die Sehenswürdigkeiten liegen oft sehr verstreut, und Busverbindungen abseits der größeren Städte sind im Sommer zwar etwas besser aber immer noch lückenhaft. Lyon dagegen ist per Métro und zu Fuß sehr gut erschlossen – für deinen Ansatz ohne Mietwagen also deutlich unkomplizierter. Falls du doch mal eine Region ins Auge fasst wo ein Auto sinnvoll wäre, nur als Hinweis: Mietwagen immer bei Abholung auf Vorschäden fotografieren, gerade im Sommer mit dem Massentourismus werden die Autos oft weniger sorgfältig gecheckt. Hab dazu auch schon ausführlicher im Whitsunday-Thread geschrieben, gleiches Prinzip gilt überall. Aber für dein Wochenend-Setup würde ich Lyon wirklich empfehlen – machbar, kompakt, kein Auto nötig.


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PisteGourmet_Max
Beiträge: 5
(@pistegourmet_max)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Lyon ist für mich kulinarisch gesehen die stärkste Wahl in Frankreich, da bin ich bei R.Kellner. Die Bouchons in der Altstadt sind wirklich eigen und nichts was man anderswo einfach so kriegt. Ich war im Sommer mal dort und die Altstadt (Vieux Lyon) ist zwar voll, aber nicht so unerträglich wie Strasbourg oder Colmar im Juli. Colmar im Sommer ist ehrlich gesagt kaum noch genießbar, das ist mittlerweile so ein Fotospot-Tourismus ohne Ende.

Normandie für 2,5 Tage ohne Auto: Das wird zäh. Mont-Saint-Michel kannst du per Bus von Rennes oder Bayeux erreichen, aber dann willst du eigentlich noch mehr sehen und kommst nicht hin.

Für Lyon: Die Traboules in Croix-Rousse früh morgens sind fast menschenleer, das ist ein echter Geheimtipp. Und für Food: Halles de Lyon Paul Bocuse, da würde ich Freitag mittag einplanen wenn du frisch ankommst.


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