Hallo zusammen,
ich plane für Juni einen verlängerten Wochenendtrip nach Venedig und bin etwas ratlos. Als Projektmanagerin habe ich nur begrenzt Zeit und möchte diese optimal nutzen - aber überall lese ich nur noch Horror-Stories über Menschenmassen und Warteschlangen.
Meine Frage: Gibt es noch Museen, Ausstellungen oder kulturelle Veranstaltungen, die nicht völlig vom Overtourism betroffen sind? Ich interessiere mich besonders für zeitgenössische Kunst und weniger bekannte Sammlungen. Die großen Highlights wie Dogenpalast kenne ich bereits.
Was mich zusätzlich beschäftigt: Lohnt sich noch ein Hotel direkt in Venedig oder sollte ich lieber auf dem Festland übernachten? Ich lege Wert auf gute Anbindung und einen gewissen Standard, aber die Preise scheinen ja explodiert zu sein.
Hat jemand aktuelle Erfahrungen gemacht? Besonders interessant wären Tipps zu Uhrzeiten und weniger frequentierten Routen zwischen den Sehenswürdigkeiten.
Danke schon mal für eure Hilfe!
Marlene
Hi Marlene,
kann deine Situation gut verstehen - bin beruflich oft in Venedig und kenne das Problem. Für zeitgenössische Kunst kann ich dir die Ca' Pesaro empfehlen, speziell die Sammlung für moderne Kunst im zweiten Stock. Ist deutlich weniger überlaufen als die üblichen Verdächtigen.
Palazzo Grassi hat oft interessante Wechselausstellungen, aber da würde ich vorab online checken was läuft. Ein echter Geheimtipp ist das Museo di Palazzo Mocenigo - Textilmuseum mit wirklich schönen Räumen, da war ich schon mehrmals praktisch alleine.
Zur Unterkunft: Ich übernachte mittlerweile nur noch in Mestre und fahre mit dem Zug rein. 15 Minuten zum Bahnhof Santa Lucia, deutlich günstiger und die Hotels haben oft besseren Business-Standard. Besonders das NH Venezia Laguna kann ich empfehlen - gute Anbindung und vernünftige Preise.
Timing ist alles: Früh morgens (vor 9 Uhr) oder spätnachmittags ab 17 Uhr ist es erträglicher. Die meisten Tagestouries sind dann weg.
Viel Erfolg bei der Planung!