Hallo zusammen,
ich plane für September 2026 eine Motorradtour über die Großglockner Hochalpenstraße und überlege, ob ich die Nebensaison nutzen soll, um dem schlimmsten Touristenrummel zu entgehen. Mitten im Hochsommer wäre mir das ehrlich gesagt zu voll – ich bin zwar keine Anfängerin mehr auf dem Motorrad, aber bei Gegenverkehr auf engen Serpentinen mit lauter Reisebussen mag ich nicht wirklich entspannt fahren.
Meine Fragen:
- Ab wann gilt die Strecke als ruhiger? Ist Ende September noch sinnvoll oder schon zu riskant wegen Schnee und Kälte?
- Gibt es feste Öffnungszeiten und einen Ticketpreis, den ich einplanen muss?
- Lohnt sich ein frühmorgens-Start, um den Reisebussen auszuweichen?
- Wie ist die Straße in der Dämmerung – zu gefährlich wegen Wild?
Ich habe eine Mittelklasse-Tourer-Maschine, bin nicht sportlich unterwegs, eher gemütliches Fahren mit Stopps. Übernachten würde ich in der Gegend, bin aber noch nicht festgelegt wo. Ein-Tages-Ausflug von Salzburg aus käme auch in Frage.
Falls jemand die Strecke in der Übergangszeit kennt – wie war eure Erfahrung? Was sollte ich unbedingt wissen, bevor ich buche?
Danke schon mal!
Ende September würde ich nicht riskieren wenn du keine Regenkombi dabei hast. Hab letztes Jahr im Oktober noch kurz reingeschaut – Straße war zu, Schneewarnung. September Mitte geht meistens noch, aber spontan planen ist da halt so eine Sache.
Da muss ich Lena-Mueller oben in einem Punkt leicht widersprechen: Der Frühstart ist zwar gut gemeint, aber das Licht für Fotos und fürs Fahrerlebnis ist wirklich erst ab etwa 9 Uhr optimal – vorher liegt die Franz-Josefs-Höhe oft noch im Schatten. Ich würde als Kompromiss 8 Uhr empfehlen.
Zur Nebensaison generell: Die offizielle Saison endet meist Anfang November, aber realistisch betrachtet sollte man nach dem 10. Oktober nicht mehr fest planen ohne tagesgenaue Wetterprüfung. Mitte September ist für Motorradfahrer meiner Meinung nach der absolute Sweet Spot – weniger los als August, aber die Straße noch zuverlässig offen und die Temperaturen erträglich. Mit einer Tourer-Maschine und gemütlichem Stil passt das prima.
Übernachten: Heiligenblut auf der Kärntner Seite hat ein paar gute kleine Unterkünfte, ist deutlich ruhiger als die Salzburger Zufahrtsseite. Für eine Tagestour von Salzburg ist es gut machbar, aber du verpasst dann das Abendlicht auf den Gletschern – schade wäre das.
Ich war 2024 Anfang September dort, also kurz vor der Kernherbstsaison – und es war wirklich deutlich ruhiger als ich erwartet hatte. Der große Touristenstrom ebbt erfahrungsgemäß nach dem 20. August merklich ab. Ende September ist grundsätzlich noch machbar, aber du solltest das Wetter sehr genau im Blick haben. Auf über 2.500 Meter kann es auch im September plötzlich schneien, und die Straße wird dann ohne Vorankündigung gesperrt.
Zum Ticketpreis: Der liegt aktuell für Motorräder irgendwo um die 35–40 Euro (Einzelfahrt), das solltest du kurz auf der offiziellen Website checken, weil sich das von Jahr zu Jahr leicht ändert.
Frühstart ist absolut empfehlenswert – ich war um kurz nach 7 Uhr morgens am Eingang und hatte die ersten zwei Stunden praktisch die Straße für mich. Gegen 10 Uhr kamen dann die Reisebusse in Kolonnen.
Zur Wildfrage kann ich nichts Konkretes sagen, aber in der Dämmerung auf einer hochalpinen Straße würde ich persönlich eher vorsichtig sein. Nicht wegen Wild speziell, sondern wegen der Kälte und möglichem Reif auf der Fahrbahn früh morgens.
Falls du rund um den Besuch noch eine günstige Unterkunft oder ein Kombipaket suchst, schau da mal rein – ich hab dort schon ein paar Mal gute Angebote für Österreich-Trips gefunden, besonders in der Nebensaison sind da echt brauchbare Deals dabei. Günstige Pauschalreise finden