Hallo zusammen,
wir planen für Anfang Juli eine Woche rund um Zell am See und wollen dabei unbedingt mindestens eine geführte Tour im Nationalpark Hohe Tauern mitmachen. Ich meine die offiziellen Ranger-Führungen, also nicht irgendwas Privates.
Jetzt frage ich mich: Muss man die wirklich im Voraus reservieren oder kann man da einfach hinfahren und sich spontan anmelden? Ich hab auf der Nationalpark-Webseite ein bisschen geblättert, aber das ist ehrlich gesagt nicht ganz klar formuliert. Bei manchen Touren steht eine Anmeldefrist dabei, bei anderen nicht. Und ob das immer noch aktuell ist oder veraltet, kann ich auch nicht beurteilen.
Konkret interessieren uns eigentlich zwei Arten von Touren: einmal eine klassische Tierbeobachtungs-Wanderung (Murmeltiere, Steinböcke etc.) und wenn möglich eine etwas längere Tageswanderung mit einem Ranger. Wir sind eine kleine Gruppe, vier Erwachsene, alle halbwegs fit aber keine Alpinisten.
Hat jemand von euch in den letzten Jahren so eine Führung mitgemacht und kann sagen wie das mit der Anmeldung läuft? Gibt es feste Startzeiten und Treffpunkte? Und kostet das extra oder ist das mit der Nationalparkgebühr abgedeckt?
Vielen Dank schon mal!
Walter
Wir waren vor zwei Jahren dort, im August, und ich kann sagen: ohne Anmeldung hätten wir gar nichts mitgemacht. Alle Führungen die wir wollten waren bei Ankunft bereits ausgebucht. Wir haben dann spontan eine weniger bekannte Tour ergattert – war schön, aber nicht das was wir ursprünglich wollten.
Also unbedingt vorab buchen! Gerade mit einer Gruppe von vier Personen, da braucht man zusammenhängende Plätze und die sind selten in großer Zahl verfügbar wenn man kurzfristig schaut.
Eine Sache noch: Es gibt auch private Anbieter in der Region die ähnliche geführte Wanderungen anbieten, teilweise sogar auf sehr gutem Niveau. Falls die Nationalpark-Führungen voll sind, wäre das eine Option. Die kosten dann etwas mehr, aber man hat mehr Flexibilität bei Terminen.
Ich seh das etwas anders als die Vorposter – nicht überall im Nationalpark ist es gleich. Die populären Touren (Gamsgrube, Krimmler Wasserfälle-Führung etc.) ja, die sind im Juli natürlich schnell weg. Aber es gibt auch spontane Kurzführungen direkt an den Nationalparkzentren, die ohne feste Anmeldung laufen, quasi auf Zuruf. Die stehen meistens auf einer kleinen Tafel am Eingang mit Uhrzeit und Treffpunkt.
Hab das selbst in Hüttschlag so erlebt letztes Jahr, einfach hingelaufen und mitgemacht. War locker ne stunde, kleiner Tipp in die Spendenbox.
Für längere Tagestouren aber auf jeden Fall reservieren, da geb ich den anderen recht. Am besten jetzt buchen und nicht mehr warten, Juli ist Hauptsaison und da ist fast alles voll.
Hallo Walter,
ich war zwar noch nicht persönlich im Hohe Tauern Nationalpark, aber ich kenn das Prinzip gut von anderen gut besuchten Gebieten: Im Hochsommer, also genau Anfang Juli, sollte man solche Ranger-Führungen eigentlich immer vorab anmelden. Die Gruppen sind oft auf 10-15 Personen begrenzt, und gerade in der Urlaubshochsaison sind die begehrten Touren (Tierbeobachtung, Gletscherführungen) teilweise schon Wochen vorher voll.
Mein Tipp: Ruf direkt beim jeweiligen Nationalparkhaus an, die gibt es in Mallnitz, Mittersill und anderen Orten. Die können dir ganz konkret sagen was belegt ist und was noch frei. Webseiten spiegeln den aktuellen Buchungsstand oft nicht zuverlässig wider. Ich hab ähnliches beim Thailand-Thread hier im Forum schon geschrieben: Im Hochsommer auf Spontanglück setzen ist fast immer die schlechtere Wahl.
Ob die Führungen kostenpflichtig sind, variiert je nach Tour. Manche sind kostenlos, für Tagestouren wird oft ein kleiner Beitrag (5-10 Euro) fällig. Aber da bin ich nicht zu 100% sicher – bitte beim Nationalparkhaus nachfragen.
Ich kann das aus eigener Erfahrung bestätigen: Wir waren letzten Sommer im Bereich Matrei und haben eine Ranger-Führung mitgemacht. Anmeldung war definitiv erforderlich, und zwar mindestens 3-4 Tage vorher. Online über die Nationalparkwebseite hat das gut funktioniert, die Seite hat ein Buchungsformular zumindest für die Standardtouren.
Die Tierbeobachtungstouren starten meistens früh morgens, so gegen 7 oder 8 Uhr, weil die Tiere dann aktiver sind. Treffpunkt ist jeweils am jeweiligen Nationalparkhaus oder einem ausgewiesenen Parkplatz, das wird bei der Buchungsbestätigung mitgeteilt.
Kosten: Bei uns war die zweistündige Murmeltier-Tour kostenlos inklusive einer freiwilligen Spende, die Tageswanderung hat 12 Euro pro Person gekostet. Kann aber variieren je nach Tour und Anbieter. Für vier Personen also überschaubar.
Wichtig: Schuhwerk und Ausrüstung den Ranger-Angaben anpassen, die nehmen das ernst und schicken ungeeignet ausgerüstete Teilnehmer notfalls nach Hause.