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Lanzarote Vulkanstrände: Wie gefährlich ist das Baden wirklich?

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Wanderer_1968
Beiträge: 5
Themenstarter
(@wanderer_1968)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat
[#65]

Hallo zusammen,

ich plane für Mitte Juni meinen Sommerurlaub auf Lanzarote und möchte dabei auch einige der schwarzen Vulkanstrände besuchen – nicht nur anschauen, sondern auch wirklich ins Wasser gehen. Jetzt lese ich aber überall unterschiedliche Dinge und bin etwas verunsichert.

Konkret interessiert mich vor allem: Wie ist die Wellensituation an Stränden wie dem Playa de Janubio oder dem Playa del Paso im Juni? Ich bin kein schlechter Schwimmer, aber auch kein Profi – so Mittelfeld eben. Mit Strömungen kenne ich mich aus der Nordsee ein bisschen aus, aber das ist ja nochmal was anderes als Atlantik.

Außerdem habe ich gelesen, dass das Wasser dort deutlich kälter ist als an den touristischen Sandstränden im Süden. Stimmt das? Und wie sieht es mit dem Untergrund aus – ich stelle mir vor, dass Lavagestein unter Wasser ziemlich rutschig oder scharf sein kann.

Gibt es bestimmte Tageszeiten, zu denen das Baden sicherer ist, oder Wetterlagen, bei denen man besser die Finger davon lässt? Und sollte man an solchen Stränden besser Wasserschuhe tragen? Ich wandere viel und bin durchaus bereit, ein bisschen Vorbereitung zu investieren, aber ich möchte keine unnötigen Risiken eingehen.

Freue mich über konkrete Erfahrungen, nicht nur pauschale Warnungen.

Danke!


1 Antwort
Kritikus_71
Beiträge: 6
(@kritikus_71)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Ich war schon zweimal auf Lanzarote und hab mir die Vulkanstrände genau aus dieser Perspektive angeschaut – also nicht nur als Fotomotiv.

Kurze Antwort: Ja, es ist anders als normale Sandstrände, aber mit Vorbereitung gut machbar.

Zum Wasser: Im Juni liegt die Wassertemperatur an den Vulkanstränden auf der Westseite der Insel oft bei 18-20°C, manchmal kühler wegen Auftriebsströmungen. Die Ostseite ist meistens etwas wärmer. Das ist kein Vergleich zum Mittelmeer, aber für einen geübten Schwimmer okay.

Zur Strömung: Das ist der Punkt, den ich wirklich ernst nehmen würde. An ungeschützten Vulkanstränden kann der Atlantik richtig zulangen, besonders wenn Westwind herrscht. Schau dir vor dem Schwimmen unbedingt die Wellenbewegung ein paar Minuten lang an. Wenn Wellen unregelmäßig brechen oder der Schaum stark zurückgezogen wird, lass es lieber sein. Morgens ist es tendenziell ruhiger als nachmittags.

Untergrund: Wasserschuhe sind kein Luxus, sondern sinnvoll. Lava unter Wasser ist oft porig und uneben, nicht immer scharf, aber das Risiko umzuknicken ist real – hab ich selbst fast erlebt.

Was Strände mit offizieller Bewachung angeht: Die meisten schwarzen Vulkanstrände haben keine. Das ist der wesentliche Unterschied zu den Touristenmeilen im Süden. Eigenverantwortung ist da wirklich gefragt. Ich hab früher mal einen Thread über Baden mit Kindern beantwortet, wo das Thema unbewachte Strände auch eine Rolle spielte – grundsätzlich gilt das hier genauso.

Für allein reisende Schwimmer: immer jemandem sagen wo man hingeht, und nie bei auflandigem Wind ins Wasser.


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