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Vielfliegerprogramme: Welche Meilen lohnen sich für USA-Flüge als Rentner?

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Heinz B.
Beiträge: 7
Themenstarter
(@h-brinkmann)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#72]

Hallo zusammen,

meine Frau und ich planen gerade unsere nächste größere Reise in die USA – wir träumen davon, uns dort ein paar Monate Zeit zu lassen und wirklich in den Alltag verschiedener Regionen einzutauchen, so eine Art Slow Travel für Rentner sozusagen. Da wir das auch in den kommenden Jahren wiederholen möchten, habe ich mich gefragt ob es sich für uns überhaupt lohnt, in ein Vielfliegerprogramm einzusteigen.

Bisher haben wir immer einfach den günstigsten Flug gebucht ohne groß auf Meilen zu achten. Jetzt lese ich aber immer öfter, dass man gerade bei Langstrecke nach Amerika wirklich sinnvoll sparen kann, wenn man das richtig macht. Nur blicke ich da ehrlich gesagt nicht mehr ganz durch – Miles & More, United MileagePlus, American AAdvantage... das ist ein ziemlicher Dschungel.

Unsere Situation: Wir fliegen nicht jedes Wochenende wie Geschäftsreisende, vielleicht zwei bis drei Mal im Jahr auf Langstrecke, davon mindestens einmal in die USA. Zahlen mit einer normalen Kreditkarte, aber keine spezielle Reisekreditkarte bisher.

Meine Fragen wären:
- Welches Programm empfiehlt ihr für jemanden der nicht so oft fliegt aber dafür längere Reisen macht?
- Lohnt sich eine Meilensammel-Kreditkarte überhaupt wenn man nicht Vielfliger ist?
- Verfallen Meilen irgendwann?

Wir haben keine Eile, der Flug wäre wohl erst im kommenden Frühjahr, aber ich möchte das rechtzeitig verstehen. Über konkrete Erfahrungen würde ich mich sehr freuen!

Viele Grüße, Heinz


4 Antworten
Kritikus_74
Beiträge: 10
(@kritikus_74)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Heinz, ich sage dir was die meisten hier nicht sagen werden: Vielfliegerprogramme sind für Gelegenheitsreisende meistens eine Gelddruckmaschine für die Airlines, nicht für euch.

Die Einlösebedingungen werden regelmäßig verschlechtert, Meilenwert sinkt schleichend, und Verfallsdaten sorgen für Druck. Ich habe das selbst durchlebt bevor ich aufgehört habe, mich damit zu beschäftigen.

Was ich wirklich empfehle: Schaut euch stattdessen lieber an wie ihr die Flugkosten direkt drückt. Für Langzeitaufenthalte im Frühjahr (April/Mai) sind die Transatlantikpreise oft deutlich niedriger als im Sommer. Zwei bis drei Wochen Flexibilität beim Abflugtag kann locker 200-300 Euro pro Person ausmachen – das schlägt die meisten Meilenprogramme für Gelegenheitsreisende. Open-Jaw-Tickets, also zum Beispiel hin nach New York und zurück von Los Angeles, können ebenfalls günstiger sein als Hin-und-Rückflug zum selben Airport, je nach Reiseroute.

Das ist zumindest meine Erfahrung nach Jahren des Recherchierens. Gründliche Preisvergleiche schlagen Loyalty-Programme in eurem Fall wahrscheinlich deutlich.


Antwort
Marlene_85
Beiträge: 15
(@marlene_85)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Hallo Heinz,

zu dem Thema kann ich ein bisschen was sagen, weil ich selbst seit Jahren Miles & More nutze. Als Gelegenheitsreisender – also nicht täglich unterwegs wie manche Kollegen – ist der Einstieg ehrlich gesagt etwas mühsam, weil die Meilen bei Lufthansa und ihren Partnern tatsächlich nach drei Jahren verfallen, wenn keine Aktivität stattfindet. Das ist ein echter Haken.

Für eure Situation würde ich aber trotzdem über ein Kreditkarten-basiertes Sammelprogramm nachdenken. Die American-Express-Karten mit Membership Rewards sind da recht flexibel – die Punkte kann man in verschiedene Flugprogramme übertragen, auch in Transatlantik-Partnerprogramme. Das gibt euch mehr Spielraum als wenn ihr euch auf ein einziges Airline-Programm festlegt.

Bei nur zwei bis drei Langstreckenflügen pro Jahr wird es aber wirklich schwierig, schnell genug Meilen zu sammeln für einen Freiflug in der Business Class. Economy-Upgrades oder vergünstigte Zusatzflüge sind da realistischer. Mein Tipp: Rechnet das konkret durch bevor ihr eine Jahresgebühr für eine Kreditkarte bezahlt. Die kann schnell 100-200 Euro im Jahr kosten.


Antwort
EcoTom_78
Beiträge: 25
(@ecotom_78)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Ich muss ehrlich gesagt ein bisschen Wasser in den Wein gießen, Heinz. Vielfliegerprogramme sind ja im Grunde ein Instrument um möglichst viel zu fliegen – und das ist aus Klimasicht nunmal nicht unproblematisch. Ich weiß, das klingt moralisierend, ist aber nicht so gemeint.

Was ich euch stattdessen empfehlen würde: Schaut euch an, ob für eure Art des Slow Travels nicht ein einziger Flug hin und zurück reicht, statt mehrfach im Jahr die Strecke zu machen. Weniger Flüge, dafür länger bleiben – das ist eh euer Ansatz soweit ich das verstehe, und das ist tatsächlich die klimafreundlichere Variante. CO₂-Kompensation über Atmosfair oder ähnliche Anbieter wäre dann noch ein Gedanke wert.

Zu eurer eigentlichen Frage: Ich selbst nutze keine Vielfliegerprogramme aktiv, daher kann ich da nicht aus eigener Erfahrung sprechen.


Antwort
Sarah_97
Beiträge: 7
(@sarah_97)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Oh wow, das ist ja auch für mich super interessant! Ich steh ja noch ganz am Anfang mit sowas, hab noch keine Ahnung von Meilenprogrammen. Gibts da irgendwo ne gute Seite wo man das als Anfänger versteht? Ich hab für meine Vietnam-Reise (hab da im Gepäck-Thread schon gefragt) auch einfach den günstigsten Flug genommen ohne drüber nachzudenken 😅


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