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Toraja (Sulawesi): Anreise ab Makassar und Benimmregeln bei Begräbnisfesten?

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SebastianK
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(@sebastiank)
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Joined: 2 Monaten ago
[#61]

Hallo zusammen,

ich plane gerade meine Reise nach Sulawesi für Ende Juli / Anfang August 2026 und hänge bei zwei Punkten fest, bei denen mir die einschlägigen Reiseblogs nicht wirklich weiterhelfen.

Erstens die Anreise: Ich lande in Makassar (Hasanuddin Airport) und will von dort in die Toraja-Region (Rantepao). Busse gibt es scheinbar, aber die Zeitangaben variieren zwischen 8 und 12 Stunden – je nachdem wen man fragt. Gibt es da inzwischen bessere Optionen? Ich hab gelesen dass man auch einen Kleinbus chartern kann, aber ich reise alleine und weiß nicht ob das preislich realistisch ist. Gibt es zuverlässige Busanbieter die ihr empfehlen könnt?

Zweitens – und das ist mir wirklich wichtig: Wenn ich zufällig in der Zeit eines Begräbnisfestes (Rambu Solo) in der Region bin, wie verhalte ich mich richtig? Ich will auf keinen Fall als respektloser Tourist auftreten. Darf man als Fremder überhaupt zuschauen oder sogar dazukommen? Was sollte man mitbringen, was ist absolute No-Go? Kleidung, Fotos, Verhalten – ich bin da wirklich unsicher.

Juli ist ja Hochsaison, also vermutlich eh viele Touristen dort. Macht das die Situation einfacher oder eher unangenehmer für die Einheimischen?

Danke schon mal!


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Welterbe-Fred73
Posts: 8
(@welterbe-fred73)
Active Member
Joined: 1 Monat ago

Zur Anreise: Der Bus ab Makassar (Terminal Daya) nach Rantepao dauert realistisch 8–10 Stunden, wenn man tagsüber fährt. Nachtbusse sind günstiger aber ich persönlich würde die Strecke tagsüber empfehlen – die Landschaft ab dem Mittelteil ist wirklich sehenswert und man verpasst sie sonst komplett. Anbieter wie Litha & Co. oder Bintang Prima fahren regelmäßig, Tickets kann man inzwischen auch online über Traveloka buchen. Alleinreisenden ein ganzes Minibusses zu chartern macht preislich wenig Sinn, es sei denn du findest 3–4 Mitreisende – das lässt sich in Makassar manchmal in Hostels organisieren.

Zu den Begräbnisfesten: Juli ist tatsächlich Hauptsaison für Rambu Solo-Zeremonien, weil viele Toraja dann aus den Städten zurückkehren. Touristen sind grundsätzlich willkommen, aber ein paar Dinge sind wichtig. Dunkle oder zumindest gedeckte Kleidung ist Pflicht – kein knalliges Rot oder Weiß. Bring ein kleines Gastgeschenk mit (Zigaretten oder Zucker sind traditionell akzeptiert, frag am besten deinen Gästehaus-Besitzer was gerade passt). Fotos sind oft erlaubt aber frag vorher den Gastgeber oder einen Familienmitglied – nie einfach drauflosknipsen. Und: setz dich nicht bevor du nicht aufgefordert wirst.

Das viele Touristen im Juli die Sache erleichtern würde ich übrigens nicht so sehen. Manche Familien sind inzwischen genervt von Gruppen die die Zeremonie wie ein Spektakel behandeln. Als Einzelperson mit echtem Respekt wirst du eigentlich immer herzlicher empfangen als eine geführte Reisegruppe. Hab das selbst so erlebt bei ähnlichen Zeremonien in anderen Teilen Südostasiens – dazu hab ich übrigens auch mal was im Solo-Reisende in Thailand Thread geschrieben, der Grundgedanke gilt hier genauso.


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