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Japan ohne Japanischkenntnisse: Reicht DeepL & Co. wirklich aus?

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R.Hoffmann
Posts: 2
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(@r-hoffmann)
New Member
Joined: 3 Wochen ago
[#6]

Ich plane gerade meine Japan-Reise für Spätsommer/Herbst und sitze nun schon einige Wochen über der Frage, wie ich die Sprachbarriere am besten angehe. Im Netz liest man überall: 'Kein Problem, Google Translate reicht völlig!' – aber ich bin da skeptisch, weil solche Pauschalaussagen meistens die Realität schönfärben.

Mich würde interessieren, wie es in der Praxis wirklich läuft. Konkret:

Erstens: Funktionieren Apps wie Google Translate oder DeepL bei Speisekarten, Bahnticketautomaten und Beschilderung zuverlässig genug, oder gerät man da regelmäßig in Situationen, wo man auf gut Glück tippen muss?

Zweitens: Lohnt es sich, in den nächsten Wochen noch Grundkenntnisse in Hiragana/Katakana zu erwerben – also zumindest die Schrift grob lesen zu können? Oder ist das Zeitaufwand, der sich in einer kurzen Reise kaum auszahlt?

Ich frage deshalb kritisch, weil ich schon erlebt habe, dass vermeintliche 'Geheimtipps' in Reiseforen an der Realität vorbeigehen. Wer wirklich eigene, aktuelle Erfahrungen hat – also nicht Berichte von vor vier, fünf Jahren – der darf gerne sachlich berichten. Was hat funktioniert, was hat Sie in die Bredouille gebracht?


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Bernd_1971
Posts: 19
(@bernd_1971)
Eminent Member
Joined: 1 Monat ago

Ich war letzten Herbst in Japan, erste längere Reise nach meiner Pause, und kann zumindest aus dieser Erfahrung berichten.

Google Translate hat bei Speisekarten erstaunlich gut funktioniert, die Kamerafunktion zum Abfotografieren von Kanji ist wirklich nützlich. Bei Bahnautomaten brauchte ich sie kaum, weil viele Automaten ohnehin Englisch anbieten – zumindest in Tokio und Kyoto. Abseits davon, auf kleineren Regionalstrecken Richtung Bergregionen, wurde es schon kniffliger.

Hiragana/Katakana würde ich definitiv empfehlen, auch wenn man nur die Grundlagen draufhat. Das klingt aufwendig, geht aber schneller als gedacht – so zwei, drei Wochen abends ein bisschen üben reicht für die Basics. Katakana vor allem, weil viele Fremdwörter damit geschrieben werden und man dann plötzlich Begriffe erkennt.

Was mich wirklich überrascht hat: Die Japaner helfen unglaublich gerne, auch ohne gemeinsame Sprache. Mit Händen, Füßen und dem Handy kommt man erstaunlich weit. Aber gerade wenn man abseits der Touristenpfade wandern will – was ich sehr empfehle – sind Grundkenntnisse kein Luxus.


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