Ehrlich gesagt, ich finde das Thema etwas weit hergeholt für ein Luxusreise-Forum. Ich war selbst noch nicht auf den Malediven, aber ich kenne das Prinzip aus Dubai gut – auch dort gibt es Gesetze, die westliche Touristen irritieren, aber in der Realität der Luxushotels kaum eine Rolle spielen. Solange man diskret ist und sich anständig benimmt, passiert dort nichts. Das ist auf den Malediven wohl ähnlich.
Ich würde mir da ehrlich gesagt nicht so viele Gedanken machen. Die Resorts leben von internationalen Gästen, die sind auf dieses Klientel angewiesen. Kein vernünftiges Management beißt die Hand, die es füttert.
Ich finde die Frage wichtig und gut gestellt. Als jemand, der Reisen sehr sorgfältig plant und auch die rechtlichen Rahmenbedingungen vor der Buchung prüft, würde ich hier klar sagen: Das "Insel-in-der-Insel"-Argument ist in der Praxis wohl zutreffend für das Resortgelände, aber es ist keine rechtliche Immunität. Die maledivischen Gesetze gelten formal für das gesamte Staatsgebiet, einschließlich Privatinseln.
In der Praxis werden Verstöße auf Resortgebieten so gut wie nie verfolgt – das ist dokumentiert und entspricht dem, was Reisende berichten. Aber man sollte sich bewusst sein, dass das ein faktisches, kein rechtliches Schutzniveau ist. Für Ausflüge auf bewohnte Inseln oder Male empfehle ich dringend, sehr konservativ aufzutreten.
Wenn ich so eine Reise planen würde, würde ich außerdem die Reisehinweise des Auswärtigen Amts lesen – die sind für genau solche Fragen ziemlich konkret und aktuell gehalten.