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Street Food Pondicherry: Welche Faustregeln nutzt ihr vor Ort wirklich?

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S.Hartmann
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(@s-hartmann)
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Joined: 1 Monat ago
[#47]

Hallo zusammen,

wir planen für diesen Sommer – genauer gesagt Anfang Juli – eine Reise nach Südindien, mit etwa einer Woche in und um Pondicherry. Ich freue mich ehrlich gesagt am meisten auf die lokale Küche, also genau das, was man eben nicht im Touristenrestaurant bekommt. Aber ich mache mir Gedanken wegen der Hygiene.

Ich hab schon einiges gelesen – stehendes Wasser am Stand ist ein schlechtes Zeichen, frisch gebratenes ist besser als vorher Gekochtes das in der Sonne steht, viele Leute am Stand bedeutet guter Umsatz und damit frische Ware usw. Aber mal ehrlich: Klingt das in der Theorie alles ganz plausibel, aber wie läuft das dann wirklich ab wenn man vor Ort steht und keine Ahnung hat ob der Typ sein Öl seit drei Tagen nicht gewechselt hat?

Hat jemand von euch konkrete, praktisch erprobte Kriterien, nach denen ihr Stände bewertet? Also wirklich aus eigener Erfahrung in Pondicherry oder vergleichbaren Städten in Tamil Nadu? Ich mein nicht nur die üblichen Tipps die man überall liest, sondern eher so: was war euer persönliches Warnsignal, nach dem ihr weitergelaufen seid? Und gibt es typische Gerichte dort, bei denen ihr generell vorsichtiger seid als bei anderen?

Für Impfungen bin ich schon beim Arzt gewesen, das ist soweit geregelt. Geht mir wirklich nur um die praktische Einschätzung vor Ort.

Danke schon mal!


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ReiseFoto35
Posts: 13
(@reisefoto35)
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Joined: 1 Monat ago

Ich war selbst noch nicht in Pondicherry, aber in anderen indischen Städten – und ein paar Dinge haben sich bei mir als zuverlässig bewährt. Der wichtigste Indikator ist tatsächlich der Umsatz: Wenn du an einem Stand ankommst und das Essen buchstäblich vor deinen Augen zubereitet wird, weil ständig Leute kommen, ist das ein gutes Zeichen. Stände wo das Essen schon fertig rumsteht und auf Abnehmer wartet – da bin ich persönlich immer weitergegangen, egal wie appetitlich es aussah.

Bei Dosas und Vadas in Tamil Nadu hab ich mich eigentlich immer relativ sicher gefühlt, weil die auf der heißen Platte fertig gemacht werden und man das direkt mitbekommt. Vorsichtiger bin ich bei Chutneys und Saucen die schon länger offen stehen – die stell ich gern mal hinten an.

Was stehendes Wasser angeht: schau ob der Stand irgendwo eine saubere Wasserquelle hat oder ob Plastikflaschen rumstehen. Wer mit Leitungswasser arbeitet und das offen rumstehen hat, ist für mich raus. Klingt vielleicht übertrieben, aber bei Streetfoto-Touren (ich bin viel mit der Kamera unterwegs, hab das ähnlich auch schon bei heißen Destinationen beobachtet, z.B. auf Lanzarote war Hitze plus offene Lebensmittel auch ein Thema) merkt man schnell, welche Buden einfach sorgfältig wirken und welche nicht.

Kurz gesagt: Augen auf, Nase benutzen, und wenn du zweifelst – weitergehen. Einen Versuch ist es nicht wert.


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