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Mit dem Motorroller durch Vietnam – erste Erfahrungen und Tipps?

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Gerda S.
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Topic starter
(@gerda_1956)
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Joined: 3 Wochen ago
[#22]

Hallo zusammen,

ich plane für den Sommer 2026 meine erste größere Reise nach Vietnam – und da ich gerne auf eigene Faust unterwegs bin, liebäugle ich sehr mit der Idee, mir einen Motorroller zu mieten und zumindest einen Teil der Strecke selbst zu fahren. Ich bin jetzt 70 Jahre alt, fahre seit Jahrzehnten Fahrrad und hab auch früher mal Moped gefahren, aber das ist natürlich schon eine Weile her.

Mich beschäftigen vor allem folgende Fragen:

Wie sieht es mit dem Linksverkehr aus – oder fahren die in Vietnam rechts? (Das weiß ich ehrlich gesagt gar nicht mehr genau.) Brauche ich einen speziellen Führerschein oder reicht der europäische? Was sagen die Versicherungen dazu, wenn man mit einem gemieteten Roller einen Unfall hat?

Und dann natürlich: Wie verhält man sich im vietnamesischen Straßenverkehr richtig? Ich habe von anderen gehört, dass es dort sehr chaotisch zugeht und dass Ampeln und Vorfahrtsregeln nicht wirklich beachtet werden. Ist das wirklich so oder wird das übertrieben dargestellt?

Gibt es vielleicht empfehlenswerte Strecken, die für jemanden wie mich geeignet wären – also nicht zu viel Stadtverkehr, aber trotzdem interessant? Oder würdet ihr mir als älterer Reisenden eher abraten?

Ich freue mich über alle ehrlichen Einschätzungen, auch wenn die nicht positiv sind.

Viele Grüße
Gerda


4 Replies
Marcus87
Posts: 9
(@marcus87)
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Joined: 1 Monat ago

Helmpflicht nicht vergessen! Klingt trivial, aber viele Vermieter geben billige Plastikhelme, die bei einem echten Sturz kaum schützen. Eigenen Helm mitnehmen oder vor Ort in einem Sportgeschäft einen vernünftigen kaufen – kostet nicht die Welt und macht enen riesen Unterschied.


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SkiFahrer_87
Posts: 6
(@skifahrer_87)
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Joined: 1 Monat ago

Ich seh das etwas anders als Markus_N89. Ich würde einer 70-Jährigen, die seit Jahrzehnten kein Moped mehr gefahren ist, ehrlich gesagt vom Motorroller abraten – zumindest für längere Etappen. Das hat nichts mit Alter an sich zu tun, aber der vietnamesische Verkehr ist wirklich nicht ohne, und wenn man nicht täglich Roller fährt, fehlt oft das Gefühl für spontane Ausweichmanöver. Ein Sturz mit 70 ist halt was anderes als mit 30.

Alternativ: Es gibt sehr gute geführte Motorradtouren, wo ein Guide vorausfährt und im Notfall hilft. Oder du schaust dir Xe Om an – das sind lokale Mopedtaxis, die einen Chauffeur mitbringen. Dann sitzt du hinten, genießt die Landschaft, und musst dich nicht um den Verkehr kümmern. Finde ich für den Einstieg ehrlich gesagt die cleverere Lösung.


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Jannik H.
Posts: 6
(@jannik_94)
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Joined: 4 Wochen ago

Kurz noch was zur Versicherung, weil das oben schon angesprochen wurde: Unbedingt vor der Reise prüfen, ob die eigene Reisekrankenversicherung Motorradunfälle abdeckt und unter welchen Bedingungen. Viele Policen schließen motorisierte Zweiräder aus oder verlangen explizit einen gültigen Führerschein der entsprechenden Klasse. Das ist kein Kleingeld, wenn man im Krankenhaus landet.

Ich hab ähnliches bei Nationalpark-Touren recherchiert (z.B. Komodo Nationalpark: Permits online oder vor Ort beantragen?) – da merkt man immer wieder, dass man bei Abenteuer-Aktivitäten die Versicherungsbedingungen wirklich genau lesen muss, nicht einfach davon ausgehen dass alles drin ist.


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Markus_N89
Posts: 6
(@markus_n89)
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Joined: 3 Wochen ago

Hallo Gerda,

Vietnam fährt Rechtsverkehr, das schon mal als Entwarnung vorab. Was den Führerschein betrifft: Theoretisch braucht man für Roller über 50ccm einen gültigen Motorradführerschein der Klasse A (oder A1), der internationale Führerschein allein reicht in der Praxis nicht aus – wird aber von vielen Verleihern nicht kontrolliert. Das ändert aber nichts daran, dass du im Schadensfall ohne gültige Fahrerlaubnis auf den Kosten sitzen bleibst, was die Reiseversicherung dann nämlich oft nicht übernimmt. Diesen Punkt würde ich wirklich ernst nehmen.

Zum Straßenverkehr: Das Chaos-Bild stimmt grundsätzlich, aber es folgt einer gewissen inneren Logik. Man fährt defensiv, schaut ständig, kündigt Spurwechsel durch langsames Einlenken an und vertraut darauf, dass die anderen ausweichen. Städte wie Hanoi oder Saigon würde ich als Einsteigerin aber wirklich meiden. Auf Landstraßen zwischen kleineren Städten – zum Beispiel die Küstenroute auf dem Highway 1 zwischen Hoi An und Hue – ist das Verkehrsaufkommen deutlich überschaubarer und die Landschaft wunderschön. Ich hab dort selbst ein paar Tage auf dem Roller verbracht und fand es sehr angenehm, solange man früh startet und die Mittagshitze meidet.


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