Das kenn ich gut. Ich reise beruflich regelmäßig nach Italien und hab da einiges ausprobiert. Meine Erfahrung: E-Mail auf Englisch wird eigentlich immer beantwortet, manchmal auf Englisch, manchmal auf Italienisch mit Google-Übersetzungs-Charme – aber es klappt. Was ich empfehle: Schreib die E-Mail klar und höflich, mit Datum, Uhrzeit, Personenzahl und einem kurzen Hinweis auf besondere Wünsche (Allergien etc.). Keine langen Texte.
Bei telefonischer Reservierungspflicht – das kommt vor – hilft DeepL oder Google Translate für ein paar Schlüsselsätze. Alternativ: Manche Hotels mit Concierge übernehmen das gerne.
Zur Vorauszahlung: Bei gehobenen Häusern ist Kreditkarte zur Garantie heute Standard. Storno-Bedingungen unbedingt genau lesen, bei manchen kostet Late Cancellation wirklich was. Für Juli würde ich jetzt sofort anfangen zu reservieren, nicht erst in ein paar Wochen.
Kurze Antwort: Ja, Englisch funktioniert in der Regel problemlos, zumindest bei den meisten gehobenen Restaurants in der Toskana. Die sind internationale Gäste gewohnt und der Service spricht meistens gut Englisch. Ich hab schon mehrfach per E-Mail auf Englisch reserviert, auch bei Zwei-Sterne-Häusern, und hatte nie ein Problem. Vorlauf bei July sollte aber wirklich mindestens 6–8 Wochen sein, lieber mehr. Kreditkartendaten als Garantie ist mittlerweile fast Standard, da braucht man sich nicht wundern – Stornierung oft bis 48h vorher ohne Kosten.
Und falls du vorher noch ein paar Grundbrocken Italienisch lernen willst, damit du zumindest die Speisekarte ein bisschen einordnen kannst – ich hab da gute Erfahrungen gemacht mit einem kompakten Online-Kurs speziell für Reisende. Hat mir vor meinem Florenz-Trip echt geholfen, auch wenn die Michelin-Restaurants natürlich alle Englisch sprechen. Italienisch für den Urlaub kostenlos testen
Ich möchte aus meiner Erfahrung ergänzen – ich bin schon seit vielen Jahren in Italien unterwegs, besonders in der Toskana. In den wirklich renommierten Restaurants ist man internationale Gäste so gewöhnt, dass Englisch keinerlei Problem darstellt. Manche haben sogar deutschsprachige Ansprechpartner, das hat mich selbst überrascht.
Was ich aus langer Erfahrung sagen kann: Bei Zwei-Sterne-Häusern im Hochsommer sollte man mindestens drei Monate voraus planen, nicht sechs bis acht Wochen. Ende Juli ist Hochbetrieb, da sind begehrte Tische sehr früh vergeben. Wer jetzt im Juni noch für Juli anfragen möchte, sollte sich keine großen Hoffnungen machen – außer es gibt kurzfristige Stornierungen.
Zur Kreditkarte: Das ist völlig normal. Ich finde das sogar fair gegenüber dem Restaurant.
Was ich noch ergänzen würde: Immer die genauen Storno-Bedingungen ausdrucken oder speichern bevor man bestätigt. Bei einer Reise im Sommer kann viel dazwischenkommen, und manche Michelin-Häuser verlangen bei kurzfristiger Absage den vollen Menüpreis. Das kann bei einem Zwei-Sterne-Menü schon mal 150–200€ pro Person bedeuten. Eine gute Reiserücktrittsversicherung die auch solche Stornokosten abdeckt ist da nicht verkehrt – ich hab da selbst schon drüber nachgedacht nach einem ungeplanten Erlebnis.